Gestern war Premiere von „Dorfpunks“ am Schauspielhaus. Natürlich ausverkauft, also volles Haus und gut gelauntes Publikum.
Tolle Besetzung (neben Studio Braun z.B. Rica Blunck und Carsten Meyer, gute Musik (ich sag nur Fraktus!), tolles Bühnenbild, ein erstmaliger Auftritt des erotischstens Töpfers der Welt und die Wiedervereinigung der Amigos. Alles wirklich sehr hübsch und nett.
Trotzdem hinterliess mich das Stück etwas ratlos. Anders als bei Phoenix fehlten die anrührenden Momente. dadurch konnte man sich mit Hauptperson Sören nicht wirklich identifizieren. Das ist besonders merkwürdig, weil ich das Buch Dorfpunks sehr gerne mag und mich trotz fehlender Punk-Sozialisierung sehr gut mit dem Ich-Erzähler identifizieren konnte.
Wie gesagt, ich bin ratlos.
Promisichtung der Woche: im Premierenpublikum waren auch Joachim Krol und Nina Petry anwesend.
Die anschließende Premierenparty war gut besucht, laut, aber gemütlich. Heinz Strunk war als erster verschwunden, irgendwann war Jacques Palminger dann auch weg, aber Rocko war noch da, als wir gingen. Ich bewundere die Energie. Nach einer sicherlich sehr anstrengenden Probenzeit und einer nervenaufreibenden Premiere immer noch so fit und so freundlich. Respekt.
Sehr symapthisch übrigens, das überall hinter den Kulissen des Schauspielhauses jetzt Lütjenburg-Aufkleber angebracht sind. Rocko sollte zum Ehrenbürger des Ortes gemacht werden
Auch schön: die offenkundig von Studio Braun gepimpten Poster in der Kantine. Ich sag nur „UTE TASCHE VOGEL“
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Gestern ist mir aufgefallen, was mich gestört hat. Einige der Figuren hatten längere Passagen, in denen sie ihre philosophischen Überlegungen deklamierten. So wahr diese Sätze teilweise auch waren (ja, wir leben in einer kalten Welt), dass die Personen Dinge erleben und erfahren und nicht einfach proklamieren wie in Dramen der Antike oder bei Shakespeare. Der wird ja aus gutem Grund auch nur ganz selten ungekürzt gespielt.