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Am Pranger: Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Da will Ihro Welt mal etwas weihnachtliche Stimmung tanken und die Messe “Kunst und Handwerk” im o.g. Museum besuchen. Die erste böse Überraschung an der Kasse: Die Messe kann man nicht gesondert besuchen, man muss ein normales Museumsticket kaufen. Das schlägt immerhin mit 8 Euro zu Buche, nicht gerade ein Schnäppchen.

Die Messe selbst hat einige ganz schicke kunstgewerbliche Dinge gezeigt, die meisten ohne Preisangabe, was mich immer sehr misstrauisch macht. Die Exponate, die mit Preis versehen waren, geben dieser Einschätzung recht, denn außer Kreiseln oder Lesezeichen für 16 Euro gibt es kaum etwas, was man mal so eben kaufen könnte. Schöne Dinge, aber auch unbezahlbare Dinge.

Das Museum wird gerade umgebaut, so dass es überall recht eng zugeht. Ich hoffe, das die Renovierung zu einem Rahmen führen wird, der einem designorientierten Museum würdig ist. Ich zweifle aber daran.

Die Dauerausstellung ist nicht besonders beeindruckend, eher lieblos zusammengewürfelt. Die Möbel aus dem 20. Jahrhundert z.B. stehen größtenteils unkommentiert nebeneinander herum. Fotografieren kann man auch nicht. In einer Stunde hat man dann auch alles durch.

Und der Museumsshops ist ja wohl der kleinste, ödeste und deprimierteste Museumsshop, den ich seit langem gesehen habe.
Wer acht Euro ausgeben möchte, trinke lieber 3 Glühwein, kaufe ein Taschenbuch oder gehe ins Kino.

Wer sich wie ich für zeitgenössisches Design, insbesondere Möbeldesign ab Bauhaus interessiert, gehe lieber in Dänemark ins Museum. Nämlich hier. Da ist auch das Museum als solches sehenswert und das Café schick.

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2 Antworten

  1. nein, nein und nochmals nein!
    Sie müssen ein gaaaaaaaaaaaaaaanz schlechten Tag erwischt haben, Verehrte, einen gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz schlechten Tag, entweder bei sich selbst oder beim Museum, anders kann ich mir Ihre Meinung überhaupt gar nicht vorstellen!
    Bitte sprechen Sie nicht von lieblos zusammengestellten Möbeln des 20 Jh, wenn Sie die wunderschöne Jugendstilsammlung meinen… :(
    Und der Kunsthandwerksmarkt ist KUNSThandwerksmarkt, Kunst, meine Liebe, Kunst! Dort stellen Künstler aus, die mit großen Idealismus in dieser kommerzialisierten Welt einem eigentlich brotlosem Erwerb nachgehen (ich kenne einige persönlich).
    Sollte Ihnen die leicht snobistische Atmosphäre missfallen haben: Eine weise Frau sagte mal “Wer eingebildet ist, dem steht das Wasser bis zur Unterlippe”.
    Probieren Sie es doch noch einmal. Vielleicht, wenn die Renovierung dieses alten und ehrwürdigen Gebäudes zu Ende ist. Ich meinerseits werde Ihren Hinweis dazu nutzen, endlich einmal einen langgehegten Traum umzusetzen: Das nur Stunden entfernte Nachbarland erkunden, ganz nach dem Motto: Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah.
    Adventliche Grüße
    Ihre Inconnue

  2. Danke für hre Gegenmeinung, Inconnue :)

    Der Jugendstil interessiert mich nicht so, daher bezog ich mich mehr auf die Möbel ab Bauhaus, besonders im zweiten Stock.

    Der Markt war ja ok, wenn man es als Austellung vermarkten würde, auf der Museumsmenschen ihre Sammlung aufstocken, nicht Normalos. Die Standgestaltung und Co. war ja ganz schick, wenn man es als Werkschau sieht. Mich schrecken fehlende Preise genauso ab wie drei- bis vierstellige (eine KINDERsitzbank für 2000 Euro?)

    Schlechter Tag, vielleicht. Aber ich werde das nicht so schnell wieder überprüfen, dafür war das ganze Museum zu abschreckend.

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