HSH Nordbank: Prüfende Kanzlei befangen?
Quelle: Welt.de
15. Mai 2009, 04:12 Uhr
Die Anwaltskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, die vom Aufsichtsrat der HSH Nordbank mit der Prüfung des Vorstands beauftragt wurde, scheint die Landesbank auch bei der Gestaltung von Verträgen beraten haben, die zur Anschaffung der nun als toxisch bezeichneten Wertpapiere geführt haben. Das geht aus der Antwort des schleswig-holsteinischen Finanzministeriums auf eine Anfrage der grünen Abgeordneten Monika Heinold hervor.
Freshfields soll prüfen, ob heutige oder frühere Vorstände der Bank in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich in vollem Umfang ihre Pflichten zur ordnungsgemäßen Führung der Geschäfte erfüllt haben. Ziel sei es, unabhängige Anwälte untersuchen zu lassen, ob sich ein möglicher weiterer Handlungsbedarf ableite, so das Ministerium. Heinolds Anfrage und die Antwort deuten auf eine mögliche Befangenheit der Anwälte hin. In den letzten Jahren habe die Kanzlei die HSH Nordbank sowie deren Tochtergesellschaften beraten, bestätigte das Ministerium. Schwerpunkte bildeten demnach die Beratung zu gesellschaftsrechtlichen, kartellrechtlichen und bankrechtlichen Fragen. Beispielsweise bei Verkauf oder Erwerb von Unternehmensbeteiligungen, Kapitalerhöhungen sowie im Zusammenhang mit den an der Bank bestehenden stillen Beteiligungen sei die Sozietät beratend tätig gewesen.
(…)
Befangen? Echt?
Kleine Anfrage Freshfields in der Parlamentsdatenbank der Hamburgischen Bürgerschaft
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BÜRGERSCHAFT DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG
Drucksache 19/3112
19. Wahlperiode 26.05.09
Schriftliche Kleine Anfrage
des Abgeordneten Thomas Völsch (SPD) vom 18.05.09
und Antwort des Senats
Betr.: Beauftragung der Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer
Ich frage den Senat:
1. Hinsichtlich welcher Beratungs- oder anderen Dienstleistungen hat die Freie und Hansestadt Hamburg in den Jahren 2001 bis heute die Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer beauftragt?
Bitte
a. Auftragsgegenstand,
b. Auftraggeber,
c. Auftragszeitraum und
d. Auftragsvolumen
nennen.
(…)
Auftraggeber Finanzbehörde
Kalenderjahr 2002
Auftragsgegenstand in Kurzbezeichnung Rechtsberatung bei der Fusion der Hamburgischen Landesbank mit der Landesbank Schleswig-Holstein
Auftragszeitraum August 2002 – April 2003
Auftragsvolumen inkl. USt. in Euro 632.477,00 €
Peanuts??
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