Wo ich schon so aus dem Nähkästlein plaudere, kann ich mich auch noch als eines der seltenen Exemplare outen, für das anderweitig gebundene Männer ein vollständiges Tabu sind. Da wird nicht mal mehr geflirtet.
Wenn ich mich im Bekanntenkreis so umsehe, ist das wohl nicht mehr so weit verbreitet. Da haben Frauen Affairen mit verheirateten Männern, auch solchen mit Kindern, dass ich mich nur wundern kann. Da gehen selbst vermeintlich stabile Beziehungen auseinander.
Versteht mich nicht falsch, ich will mir nicht anmaßen, darüber zu urteilen. Es ist nur für mich nicht der erstrebenswerte Weg.
Ich weiß, dass manche Männer einen äußeren Anlass brauchen, um sich aus einer für sie nicht mehr funktionierenden Ehe zu lösen. Aber ich möchte nicht der Anlass sein. Ich wünsche mir jemanden, der wirklich frei für etwas Neues ist.
Ich stand mehrere Male vor einer Situation, wo das Interesse auf beiden Seiten groß war. Der verheiratete Kollege. Der liierte Musiker. Und jüngst der langjährige Freund, von dem mir nach einer Party berichtet wurde, er habe nur Augen für mich gehabt. Solange ein Mann anderweitig gebunden ist, ziehe ich mich zurück und bekämpfe jedwedes Gefühl, dass sich in mir ausbreiten möchte.
Ist das der Grund, warum es so schwer ist, jemanden zu finden? Fair Play gekoppelt mit dem Lebensalter, in dem eben viele von uns schon Verletzungen erlitten haben und vorsichtig geworden sind?
Abgelegt unter: Mein Ich und sein Leben | 11 Kommentare »