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Die Welt hat fertig: Beat Baby Beat

Das zweite Buch von Jenni Zylka.

Gut geschrieben, flott zu lesen, aber irgendwie auch sehr banal. Ohne irgendeine Höhe oder Tiefe plätschert die Handlung vor sich hin, entwickelt sich nichts, es ist wie eine dieser Geschichten, die einem jemand flüchtig bekanntes erzählt, man hört zu, es ist auch leidlich interessant, aber Anteil nehmen kann man nicht, weil man niemanden der Beteiligten kennt.

Schade.

Falls jemand Interesse hat an einem Doppelpack Jenni Zylka, bitte melden, sind allerdings Remittenden.

Die Welt hat fertig.. die aktuelle Kulturkritik (2)

Jenni Zylka: 1000 neue Dinge, die man bei Schwerelosigkeit tun kann

Liest sich zunächst wie ein typisches Frauenbuch. Endet dann aber ganz anders, zum Glück. Ein paar wirklich lustige Szenen.

Birgit Vanderbeke: Geld oder Leben

Interessantes Sittengemälde in sehr klarem Stil. Sehr schmaler Band, gut in einem Rutsch zu lesen.

Georg M. Oswald.Vom Geist der Gesetze.

Kurzweilig, aber ein bißchen flach. Der mögliche gute Roman wurde der “interessanten Story” geopfert. Die wechselnde Erzählperspektive nervt. Man kann sich mit niemandem wirklich identifizieren, mit allen nur ein bißchen.

Die Welt hat fertig: A long way down

Es war wirklich ein jolly good read, wenn mich die wechselnden Perspektiven am Anfang auch nicht überzeugt haben.
Danke Christian S.!

Nun weiß ich wieder nicht, was ich als nächstes lesen soll. Ich habe noch zwei Bücher hier, auf die ich zur Zeit aber nicht so richtig Lust habe. Hinweise oder Empfehlungen?

Die Welt hat abgebrochen: Warten auf die Beinhaare

Von Marcus Werner. Ja, einen solchen Titel würde eine Frau auch niemals wählen :D

Wurde mir ans Herz gelegt, weil es sich um die Darstellung “einer irgendwie überhaupt nicht richtig verrückten Jugend” handelt, wie der Untertitel preisgibt. Also etwas für alle von uns, die nicht als Jugendliche schon Dorfpunks waren.

Es lässt sich etwas schleppend an, muss ich sagen. Ich verstehe ja nicht, warum sich mittlerweile jeder zu autobiografischen Texten berufen fühlt, auch wenn er nichts erlebt hat (Notiz an mich: unbedingt auf den Trend aufspringen :D ).

Und eine Britpopperfrisur hat der Knabe auch 8-O

Die Aufmachung des Buches gefällt mir hingegen. Auf dem Titel ist eine schicke Musikkassette abgebildet (wie Rocko in seiner Lesung erklärte, ja viel derbe geiler als alle mp3 :D ) und die Seitenzahlen werden in Spielzeiten angezeigt, also 00:15 usw. Allerdings finde ich es einen logischen Fehler, wenn die Seiten 100ff als 0:100 angezeigt werden und nicht als 01:00. Aber mich fragt ja wieder keiner.

EDIT: Ist doof. Abgebrochen. Nicht kaufen!

Die Welt hat fertig: Der Alltag der Superhelden

Von Jakob Hein. Untertitel: Märchen für anders begabte Erwachsene.

Prädikat: Sehr lesenswert. Da werden auf wenigen Seiten Geschichten entwickelt, die andere Autoren zu ganzen Romanen stricken würden. Der Autor denkt sich auf eine Art in Kinder ein, dass man sofort eigene Kinder bekommen will, um ihnen die Geschichten vorlesen zu können. Ein oder zwei Märchen sind ein wenig grausam, aber die meisten sind einfach nur schön. Und mit einem Schwurbelwurbel “Blonz den Schlehmihl” spielen, wer möchte das nicht!

Was lese ich nun? Ich sitze hier nicht auf dem Trockenen, bildlich gesprochen stehe ich bis zum Hals im Wasser, aber ich weiss nicht genau, worauf ich Lesehunger habe.

Stöckchen: Die Welt liest

Na, wenn das mal kein Stöckchen ist. Da ich Fellmonstern nicht widerstehen kann, mache ich mit. Und los gehts.

Gebunden oder Taschenbuch?

Lieber Taschenbuch. Billiger und handlicher, denn ich trage meine Bücher gern zwecks Lektüre im Fern- und Nahverkehr mit mir herum. Schmale Bände nehme ich auch gebunden.

Amazon oder Buchhandel?

Buchhandel. Da ich nicht Goldener Kunde werden will, lasse ich lieber die Finger von der Amazone. Stichwort “spontaner Kaufimpuls”.

Lesezeichen oder Eselsohr?

Lesezeichen. Oft sind das aber nur Zettel, obwohl ich sonst zahlreiche auch sehr schöne Lesezeichen besitze. Die habe ich nur nie dabei :D .

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?

Überwiegend nach Themen geordnet, aber bei größeren Ansammlungen nach Autoren.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?

Wenn es ein Liebling ist, behalten. Wenn es gut war, verleihen. Wenn es schlecht war / nicht mein Geschmack war, verkaufen oder an den Umsonstladen verschenken.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?

Behalte ich immer.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?

Mit.

Kurzgeschichte oder Roman?

Fast immer Romane.

Harry Potter oder Lemony Snicket?

Weder noch.

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zuende ist?

Bis die Augen zufallen.

“Die Nacht war dunkel und stürmisch” oder “Es war einmal”?

Eindeutig Snoopys Standardeinleitung ;) .

Kaufen oder leihen?

Lieber kaufen.

Neu oder gebraucht?

Fast ausschließlich neu oder von Freunden geliehen.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?

Empfehlung von Freunden oder Stöbern. Rezensionen lagen meinen Geschmack betreffend fast nie richtig.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?

Geschlossenes Ende. Alles andere zieht sich meist doch in die Länge.

Morgens, mittags oder nachts lesen?

Alles.

Einzelband oder Serie?

Einzelband.

Lieblingsserie?

Jibbet nicht.

Lieblingsbuch von dem noch nie jemand gehört hat?

Nie ist ein starkes Wort. Ich empfehle sehr “Lieber Feind” bzw. “Dear Enemy” von Jean Webster. Ein Buch zum Verlieben, zum Immerwiederlesenobwohlschonfastmitsprechenkönnen. Ein Buch wie eine Wolldecke. Daddy Langbein von derselben Autorin hingegen mag ich nicht so.

Ein schönes Sachbuch ist “Fünf Minuten Ewigkeit. 101 philosophische Alltagsexperimente” von Roger-Pol Droit. Zum Nachdenken, zum Ausprobieren. Und weil Fragen meist interessanter als Antworten sind.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?

Das war sicher eher ein alter Freund als ein neuer Bekannter.

Welches Buch liest du gegenwärtig?

Jakob Hein: Der Alltag der Superhelden.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?

Alles von Kurt Tucholsky. Jede einzelne Zeile ist Goldstaub. Die beiden Romane “Schloss Gripsholm” und “Rheinsberg” sind zum Niederknien.

Lieblingsautoren?

Kurt Tucholsky. Kurt Schwitters. Douglas Adams. Ödön von Horvath.

 

 

Ich werfe das Stöckchen mal nicht weiter, weil vermutlich jede/r außer mir schon Auskunft gegeben hat ;)

Die Welt liest: Der Alltag der Superhelden

Von Jakob Hein. Untertitel: Märchen für anders begabte Erwachsene.

Zauberhaftes Titelbild

Zauberhaftes Titelbild

Neulich in der Buchhandlung. Ihre Welt hatte bisher noch nichts von Jakob Hein gelesen, konnte an diesem grandiosen Titel und dem bezaubernden Bild aber nicht vorbeigehen. 16 Euro ärmer, aber mit zufriedenem Lächeln verließ Ihre Welt den lokalen Buchdealer.

Nun ist es endlich soweit, das Buch wurde von der verschweißten Folie befreit und genüsslich geöffnet. Einziges Manko: kein Lesebändchen. Wenn die Welt schon mal ein Hardcover kauft, möchte sie auch gern ein Lesebändchen. Hrmpf. Ansonsten sind die Märchen hinreißend, leckere kleine Häppchen, die zum Weiterspinnen einladen. Wer hat schon mal den Alltag von Superman und seinem Lehrling, Not-So-Superman, miterlebt? 

Man möchte eigentlich noch eine und noch eine und noch eine Geschichte lesen, bis draußen wieder die Sonne aufgeht. Aber sich die Märchen einzuteilen hat auch etwas. Manche sind lustig, manche grausam. Die Grimm Brothers würden sich freuen.

Die Welt hat fertig: Herr Jensen steigt aus

Von Jakob Hein.

Das Ende kam für mich überraschend, wenn auch folgerichtig. Zwischendrin gibt es jede Menge Futter zum Nachdenken und Philosophieren. Das weiße Rauschen ist schon ein interessantes Thema. Wer mal grübeln will: lesen!

Die Welt hat fertig: Mein fast perfektes Leben

Von Jonathan Tropper.

Sehr lesbar, man mag es kaum aus der Hand legen, lebendige Charaktere, fesselnder Plot.

Und trotzdem beschlich mich des öfteren das Gefühl, das ich auch aus bestimmten amerikanischen Spielfilmen kenne.. einen Tick zu sehr auf Wirkung kalkuliert, Familie als zentraler Wert, der Schreibstil sehr geprägt von amerikanischen Creative Writing-Praktiken. Ich mochte die Figur des Icherzählers, aber irgendwie kam er mir nicht echt vor. Und die Frauenfiguren wirkten auf mich auch etwas platt.

Just my two cents. Hat jemand das Buch gelesen und diskutiert mit mir darüber?

Die Welt hat fertig.. die aktuelle Kulturkritik

Martina Brandl: Glatte runde Dinger.

Liest sich so weg, hat aber für mich keinen so richtigen Spannungsbogen und ein etwas liebloses Ende. Könnte man aber einen tollen Frauenfilm draus machen.

Clare Allen: Poppy Shakespeare

Obwohl als brüllend komisch apostrophiert, konnte ich nur ein,zweimal müde grinsen. Als Satire funktioniert das nur für Menschen, die mit dem englischen National Health Service Erfahrungen haben, meine ich. Zum Thema Wahnsinn und Normalität gibt es weit ergreifendere Bücher (Einer flog über’s Kuckucksnest, Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen), zum Thema Absurditäten und Bürokratie weit lustigeres (Yes Minister, Black Adder), das man auch im deutschsprachigen Raum nachvollziehen kann. Ich fand das Buch sehr weite Strecken lang (Achtung, affiger Ausdruck) L’art pour l’art.

Wer an einem der beiden Bücher trotzdem Interesse hat, maile mir seine/ihre Adresse, verbunden mit der Zusage auf einen Kaffee oder so bei Gelegenheit, und bekommt die Schwarte. Wer zuerst kommt, den bestraft das Leben, der Rechtsweg ist nicht gegeben.

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