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NaNoWriMo 2011: Tag 25

Meine Damen und Herren, es ist 7.19 Uhr, ich bin heute ganz gegen meine Natur eine Stunde früher als sonst aus dem Bett gesprungen (ich springe sonst nie) und noch im Pyjama an den PC geeilt, um zu schreiben, den nächtlichen Traum noch in den Augen.

Allein die Technik streikte. Es hat eine halbe Stunde gedauert, bis sich der Rechner zur Arbeit bewegen liess, und nun sind die Motivation und der Elan verschwunden und die Gedanken schon wieder in der Fabrik des Grauens. Und wer ist Schuld: Die Römer. Was haben die je für uns getan?

Aber ich schweife ab. Rechnerisch kann ich es trotzdem noch schaffen, wenn ich jeden Tag rund 2200 Worte zu Papier, sprich in die Tasten bringe. Faktisch nicht. Ich muss mit meinen Kräften haushalten, und die Schichten in der Fabrik verlangen mir bis zum Jahresende absehbar zuviel ab, um abends noch etwas zu leisten. Und wie es morgens vor der Arbeit laufen kann, habe ich ja eben gesehen.

Hrmpf. Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, werde ich das Projekt wohl wieder beiseite legen. Aber was soll’s, man soll ja eh nicht mogeln ;)

NaNoWriMo 2011

Ihr wisst, was das heisst. Schummeln, großflächig.

Aber Rufus hat mich überzeugt, die sportlichere der beiden Varianten zu wählen. D.h. ich beginne am 24.11. mit der Geschichte und dem Wordcount des letzten Jahres, ca. 32.700 Worte, also ein wenig hinter dem, was man zum bequemen Erreichen der Ziellinie benötigt.

Noch dazu weiß ich nicht mehr, wo genau ich in der Geschichte steckte, als die schnöden Umstände mich an der Fortsetzung hinderten. Ich habe aber auch keine Lust, alles zu lesen. Ich habe eben mal Word beauftragt, eine Kurzzusammenfassung zu erstellen, aber die war so doof, das man sie niemandem zumuten kann.

Stattdessen bekommen Sie hier exklusiv den letzten Absatz, von dem ich aus in den diesjährigen NaNo starten werde.

Es ist warm, doch mich fröstelt, ich schließe meine Jacke bis zum Hals und ziehe die Schultern hoch, als müsste ich mich gegen einen fiesen Hamburger Wind wappnen, stecke die Hände in die Taschen und stürme weiter durch die Straßen, die mich immer weiter weg von mir und zur Ruhe führen sollen. Ich weiß nicht, wie lange ich gelaufen bin, als ich am Fluss ankomme, der für mich noch immer namenlos ist. Erschöpft sinke ich auf eine Parkbank und atme die warme Abendluft ein. Endlich ist mir nicht mehr kalt, ich kann die Hände aus den Taschen nehmen und meine Jacke wieder öffnen. Ich starre auf den Fluss und auf die Sterne am klaren Nachthimmel, nehme die Menschen um mich herum wahr, die spazieren gehen oder auf Decken am Ufer liegen und diese Nacht feiern, atme tief ein und aus und finde endlich so etwas wie Ruhe.

Sind Sie auch so gespannt wie ich, wie es weitergehen wird? ;)

Ehrlich gesagt ist selbst die Schummelvariante eine Herkulesaufgabe unter den derzeitigen Bedingungen. Man darf also gespannt sein, ob die gefürchteten 50.000 Worte überhaupt näher rücken werden, selbst wenn ich mich diesmal beim Start ganz nahe an die Ziellinie stelle.

 

 

 

NaNoWriMo 2011: Admit defeat

.. or admit to cheat…

Nachdem ich anderthalb Stunden auf meinen Papierkram verwendet habe und immer noch nicht fertig bin, gönne ich mir eine kurze (sic!) Pause. Dabei wurde mir bewusst, dass ich morgen noch nicht den Adventskalender öffnen darf, außerdem in die Fabrik muss (Hamburg stinkt!)  muss UND der NaNoWriMo beginnt. Außerdem ist wurde mir glasklar, dass ich in diesem Jahr nun wirklich keine Chance hätte, die vorgegebenen 50.000 Worte aus meinem Hirn zu zerren.

ABBA, Abbär, aber ich hatte einen Einfall, eine Eingebung, eine brilliante Idee:

Warum nicht das Meisterwerk fortsetzen, an dessen Fertigstellung ich im letzten Jahr aus Gründen verhindert war? Bis zum 22.11.2010 hatte ich 32.714 Worte geschaffen. Die Geschichte liegt mir auch immer noch ein wenig auf der kreativen Seele, sie ist nicht “fertig”, so weit eine Geschichte das je sein kann.

Ich könnte mir zwei Varianten vorstellen, beim diesjährigen NaNoWriMo mitzumachen:

- entweder soweit wie möglich regelmäßig zu schreiben, ohne die drastische Wortvorgabe von ca. 1.700 pro Tag erreichen zu müssen – von 32.714 Worten aus müsste ich ja jeden Tag nur durchschnittlich ca. 500 Worte (Taschenrechner???) erreichen, um ans Ziel zu kommen.

- oder am 23.11. einzusetzen mit der Wortzahl 32.714 als Basis und dann jeden Tag reinkoffern, um am 30.11. mindestens 50.000 zu erreichen

So oder so drücke ich mich bisher vor der Fortsetzung der Geschichte von 2010. Sie kostet mich wirklich viel Kraft. Auch wenn Arne (2009) einen Gastauftritt hat ;)

Haha, und dass ausgerechnet ich jemals ans Schummeln denken würde, das ist auch etwas, was ich mir im vergangenen Jahr nicht hätte träumen lassen. Sich weiterentwickeln zu können ist doch eine feine Sache.

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