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So (ungefähr) war’s: Erich-Mühsam-Abend im Golem 08.04.2012

Ein Abend mit Texten von Erich Mühsam. Gestaltet von Thomas Ebermann, Hrry Rowohl, Frank Spilker und Knarf Rellöm.

Vom Sonntag habe ich keine Aufnahmen, stellen Sie sich einfach diese Ausschnitte zwei (Rowohlt) bis sieben Jahre (Spilker, Rellöm) später und im Golem vor.

 

Die Musik wurde diesmal außerdem mit Beats aus dem Laptop untermalt von einem ekstatisch tanzenden Hanseplatte-Mitarbeiter. Und Knarf war etwas alberner aufgelegt.

Ich wusste bis dahin nicht, wie unterhaltsam Harry Rowohlt live liest und kommentiert. Mein Fehler, ich werde das künftig bei meinen Veranstaltungstips berücksichtigen.

Viktor, ich will ein Kind von Dir!

Viktor Marek & Ashraf Sharif Khan, Westwerk, 24.03.2012

*

Computer says:

Endlich! Nach unfassbar tollen Konzerten endlich ein erster Tonträger des Duos Viktor Marek und Ashraf Sharif Khan.
Der eine nicht umsonst als der “Madlib von der Waterkant” gefeiert, der andere aus einer Sitar-Spieler-Dynastie in Pakistan durch Zufall in Hamburg-City gelandet.
Zusammen produzieren sie einen Sitar-getriebenen ClubStep, der alle Länder, Völker, ja beide Gehirnhälften ein für alle mal vereinigt!

(…)

Ashraf Sharif Khan
Der Eine ist Sohn eines pakistanischen Sitarmeisters, und jetzt selber einer. Ashraf Sharif Khan spielt Ragas auf der ganzen Welt. Mit Sicherheit und technischen Fertigkeiten, nur Routine kommt bei ihm nie auf, zu groß ist sein Gespür für den Moment. Er spielt den ganzen Tag und man möchte ihm auch den ganzen Tag zuhören. Doch er möchte mehr entdecken: Clubmusik hat es ihm angetan, er will sie verstehen, ihre Strukturen erkennen. Und das geht am besten übers Machen.

Viktor Marek
Der Andere sieht aus wie ein Sizilianer, trinkt 20 Espressi am Tag und führt ein rastloses Leben zwischen dem Golden Pudel Club und gefühlten zehn Bands, wie Jacques Palminger and the Kings of Dubrock und Knarf Rellöm’s Trinity. Aus seiner elektronischen Schaltzentrale heraus blubbern die Samples. Sein Anliegen ist, Musik aus dem zu machen, was doch eigentlich keine Musik ist. Geräusche des Alltags werden rhythmisiert und gedehnt, bis man sie »spielen« kann. Man kann ihm dabei zusehen, es geschieht fast alles live. Seine Musik kann sehen und zuhören möchte man auch ihr den ganzen Tag.

Nun haben sie eine Band gegründet. Kommunikation ist für beide kein Problem, sind sie doch sehr gesellig. Doch irgend etwas geht bei ihrer Musik weit über Gehörtes hinaus, ist viel mehr als Weltmusik, oder kulturelle Fusion. Da gehen zwei Musiker große Schritte aufeinander zu und bleiben doch sie selbst. Heraus kommt etwas Eigenes und nicht zuletzt etwas, wozu man tanzen will. Machen wir es kurz, ihre Musik ist so toll, denn sie sind Der Khan der Sizilianer.

Die musikalische Kritik kann ich mir damit sparen, alles ist gesagt. Funky, tanzbar, großes Kino!

Ich hatte die Freude, die beiden beim Pudel Geburtstag auf Kampnagel im letzten Jahr zu sehen, und konnte mir den Auftritt im Westwerk nicht nehmen lassen. Zumal ich bekanntermaßen der weltgrößte Viktor-Marek-Fan bin.Ich habe mir diesmal gespart, mit Unterwäsche und Plüschtieren zu werfen, und bin still und heimlich dem Zauber der Musik und dem Charme von Herrn Marek erlegen. Er ist einer der wenigen Menschen mit solchem Talent, die eine so positive Ausstrahlung haben, dass ich einfach lächeln MUSS. Und wenn die Musik dann noch dermaßen in die Beine geht, ist der Abend perfekt.

Promisichtungen: Tex Strzoda, Ted Gaier, und ich meine, Booty Carell

* Ja, Viktor kann einfach alles tragen.

Edit 11.04.2012: Jetzt auch in Bild und Ton:

So war’s: PeterLicht auf Kampnagel 14.12.2011

Wussten Sie schon, dass die Sprechstimme von PeterLicht genauso klingt wie die Sprechtimme von Schorsch Kamerun? Gesanglich ähneln sie sich gar nicht, aber da PeterLicht seinen Auftritt mit einem länglichen Sprechtext begann, hatte ich ausreichend Zeit, der Ähnlichkeit auf den Grund zu gehen.

Peter und Band liefen erst so ab der Hälfte richtig zur Form auf. Ich habe im übrigen noch nie ein derart stoisch stehendes Publikum gesehen wie an diesem Abend. Da wurde noch nicht einmal mit dem Kopf mitgewippt. Hanseaten oder was?

Ich hatte vor ein paar Jahren schon einmal das Vergnügen, PeterLicht live in den Kammerspielen München zu sehen. Damals nur er in Begleitung eines einzelnen Herren. Jetzt gleich 4 Mitmusiker an Keyboards, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Hey Rock’n'Roll. Der Sound war leider nicht so brilliant.

Großartig war es jedoch, als PeterLichts Gitarre zur Zugabe kaputt war und alle dann geräuschlos ihre Instrumente gespielt haben. Aus Gründen gibt es natürlich keine Fotos vom Konzert. Obwohl ich es schon sehr cool gefunden hätter, ein Foto von mir und Peter zu haben, auf dem man nur unsere Füße sieht. Naja, vielleicht nächstes Mal.

So war’s: Heimatabend, Festsaal Kreuzberg

Ehrlich gesagt, habe ich das Konzept “Heimatabend” nicht ganz verstanden. FluxFM, gute Sache. Jägermeister, wer’s mag. Festsaal Kreuzberg, immer einen Besuch wert. Die Sterne, Kneipenchor, Monsieur Bonaparte. Und was hat das alles, insbesondere Die Sterne, die geliebten, mit der Kreuzberger Heimat zu tun? Hätte ich mal den Jägermeister getrunken, vielleicht wüsste ich es dann.

Egal, der freundliche Festsaal teilte mir per Mail mit, es gebe noch Karten, und nachdem ich Freitag abend eine erstanden hatte, war ich guter Dinge. Einlass 22 Uhr heisst das gleiche wie überall: vor Mitternacht geht es auf keinen Fall los. Der gut aufgelegte DJ half, die Wartezeit zu überbrücken. Und herrje, war es rappelvoll.

Der Kneipenchor hat einen hinreißenden Namen, und wann sieht man schon mal Chormitglieder mit einer Bierflasche beim Auftritt. Musikalisch nicht ganz mein Ding, ich bin kein Freund der sogenannten Popchöre. Und das letzte Lied der Münchener Freiheit ließ mir endgültig das Lächeln auf dem Gesicht ersterben.

Kurz vor eins dann die wunderbaren Sterne vor begeistertem Publikum. Ein gut aufgelegter Frank Spilker mit Prono-Schnauzer (!) und Goldkettchen (!!). Eeek.

(Wird fortgesetzt. Mit Bildern. Jetzt muss ich erst mal Schlaf aufholen.)

So war’s: Mutter, Hafenklang, 10.11.2011

Kennse das, man freut sich wochenlang auf etwas schönes, und wenn der Termin näher rückt und es ist November und man ist überarbeitet und müde, dann ist es trotzdem fast zuviel verlangt, hinzugehen?

So war es am Donnerstag. Ein wirklich langer Tag in der Fabrik des Grauens, abends noch ein Termin mit Small Talk und dann will man um 21.30 noch ins Hafenklang… fast zuviel. Aber ich wäre nicht der Welt größter MUTTER-Fan, wenn ich mich davon abhalten ließe. Mag MUTTER sich auch von Autopannen auf dem Weg zu einem Festival aufhalten lassen, so kann keine Müdigkeit der Welt Ihro Wunderbare davon abhalten, pünktlich im Hafenklang zu sein (Auch wenn MUTTER natürlich erst um und bei gegen zehn auftreten wird).

Es war schön, es war bewegend, es hat mich glücklich gemacht. MUTTER macht mich immer glücklich. Ok, “Von dem schönen Schein und dem dummen Sein” gefällt mir nicht. Und “Regenwurm” hätte auch nicht auf dem Album sein müssen. Aber der Rest!

Die Musik, die Texte. Paralysiert lasse ich mich vom Auftritt von Max Müller gefangen nehmen wie jedes Mal. Die Gedanken kommen für Momente zur Ruhe, ich bin nur im Hier. Wunderbar. Bis auf eine Ausnahme ist das Publikum sehr angenehm und konzentriert, niemand geht ständig zur Bar oder quatscht dumm.

Tom sieht mit Brille aus wie ein freundlicher Musiklehrer, Florian zieht beim zweiten Song das T-Shirt aus. Max hat hinreißende Locken, aber kann er unter den Haaren überhaupt etwas sehen?

Max wirft sich zu Boden, reisst eine Box mit sich, wie jedes Mal weiss ich, dass so etwas passieren wird, aber es wirkt trotzdem nicht aufgesetzt oder einstudiert, es befremdet mich und erzeugt immer noch eine Irritation, ein Unwohlsein beim Zusehen.

MUTTER ist so anders als die meisten Dinge, die mich sonst glücklich machen. Ich fühle mich weniger allein mit den Zweifeln.

“Ihr seid alle schön für mich”. Ja.

So war’s: Pudel 21

Aaaaaaaaaaaaaah!

DJ Patex und King Fehler!

Spiderman!

(Speziell für Nulli in Sesamstraßenstimme: “Aber nein, nein, das ist doch kein Spinnenkostüm!”)

 

Pascal Fuhlbrügge, Viktor Marek und Frau Kraushaar!

Viktor und Mautze!

 

 

Wat freunwa uns auf den 18.12.!

 

Promisichtung aktuell: Frank Spilker

Gestern beim Konzert von Klotz und Dabeler in der wunderbaren Hanseplatte. Die stellen übrigens immer Chips und Flips zur Verfügung, so dass das Gefühl aufkommt, bei einer privaten Party eingeladen zu sein. Sehr sehr nett!

Frau Klotz und Herr Dabeler waren gut aufgelegt, spielten viele schöne Lieder – mit Untermalung durch einen VJ – und auch das großartige dadaistische Höp Höp Höp. Auch die Siebdrucke wurden nicht nur zum Kauf angepriesen, sondern auf Nachfrage auch liebevoll interpretiert.

Herr Spilker war da, mit Loch am Knie in der Jeans, und ich war versucht, ihm meine Anbetung für Lieder wie das fabelhafte “Aber andererseits” und die tollen Auftritte beim Dockville und beim BootBooHook zu erklären. Vielleicht hätte ich auch fragen sollen, wer denn nun der Keyboarder nach RvdS ist, der beim Dockville oder der beim BootBooHook. Hab ich beides nicht.

So war’s: Orchesterkaraoke 2010

Lange habe ich mich auf diesen Abend gefreut. Letztes Jahr war das wirklich wunderbar.

Diesmal? Schlimm. Voller grober, klamauksuchender Möchtegerns. Pinneberg.Viele Lieder waren Wiederholungen aus dem Vorjahr, Stimmung kam nicht auf, die Moderation wirkte recht lust- und lieblos, es kam keine Beziehung zwischen Bühne und Publikum zustande. Schön waren nur das Intro “Ruby Tuesday” sowie der Herr, der “Smoke on Water” schmetterte, dass es eine Freude war.

Richtig richtig schlimm war die “Performance” von “La Paloma”. Hans Albers rotierte im Grab. Gleich neben ihm Rio Reiser, dessen “König von Deutschland” von einer text- und musikunkundigen Dame verstümmelt wurde. Warum singt man ein Lied, das man weder mag noch gut kennt?

Es war so schade um dieses wunderbare Konzept. Letztes Jahr kam ich so beschwingt nach Hause, diesmal musste ich mir erst noch ein Frustgetränk einverleiben.

Mutter! Dockville! Videos!

Das Unvorstellbare ist passiert. Mutter. Bei Tageslicht. Auf dem Dockville.

Gucken Sie hier:

Danke Konzertjunkie!

Schee war’s. Groß. Bewegend. Vorfreude aufs neue Album (gab’s noch nicht bei Hanseplatte) und  auf den 09.10.

Max sah gut aus. War auch beim Friseur (oder seiner Schwester).

Promisichtung: Der eine von Jeans Team.

Nulli: Wacköön :D !!

So war’s: 100 Jahre St. Pauli am 29.05.2010

Das Brot war Fett, aber nur fünf Lieder lang.

Der Rest war ok, aber kein Brüller. Der Shantychor war noch sehr lustig, die Schlangen bei den Getränken weniger.

Egal, die Sonne schien, die Gesellschaft war super und wir waren auf dem heiligen Rasen. In dem Fall ist Fußball wirklich wichtig ;)

Bevor Sie fragen…

Das beste Konzert 2009 …
Ja? Ja? Nun sagen Sie schon…

So war’s: Einen Gang zulegen im Frappant am 28.11.

So war’s: Recht auf Stadt

Oh wie schön, ich muss keine Kritik schreiben, Michael vom ConcertBlog hat bereits alles gesagt.

Nun mopst es mich auch nimmer, dass ich die Sterne nicht mehr erlebt habe, der Abend im Ü+G war nämlich unerträglich voll und nervig. Viel zuviele Karten verkauft, erinnerte mich das ganze an das Samstags-Dockville-Desaster 2009 .

Den Film “Empire St. Pauli”  hätte ich gern gesehen, aber im Turmzimmer war es derart eisig und zugig… jaja, ich weiss, Omma wird zu alt für solche Sachen. Trotzdem sei eines gesagt:

Lieber Gott (so hiess der Webmaster der Weltbühne), die Bühne neben dem Ausgang zu plazieren, führt zu einem solchen Stau, dass man echt Angst bekommen konnte, zerquetscht zu werden. Ich hoffe, es passiert da nie etwas schlimmes, aber besser wäre es, Ihr behebt das von allein, bevor etwas geschieht.

Ansonsten hat Omma ihren Solibeitrag geleistet, ist ja auch was.

Promisichtung des Abends: Schorsch Kamerun im Publikum beim Auftritt des “Schwabinggrad Ballet” von und mit Ted Gaier.

Ich habe sehr an mich halten müssen, um Herrn Kamerun nicht zu sagen

“Sehense, Herr Kamerun, so geht das mit Musik und politischem Anspruch. Muss einem nicht gefallen, trägt bestimmt auch nicht über einen längeren Auftritt. Aber immerhin werden die Auftretenden nicht hinter einem Vorhang versteckt, dabei gefilmt und live auf den Vorhang projiziert wie so oft in Ihren “Stücken”. Immerhin bedient man sich nicht des Systems, über das man gleichzeitig spottet. Immerhin hat man so etwas wie Humor.

Zum Glück gibt es auch hierzu Kritiken. Wobei ich den Auftritt auf dem Marienplatz noch als Ihre einzige Eigene Intellektuelle Leistung (EIL) des Stückes empfand. Aber wissense, das Feuilleton habense ja erobert, was will man mehr? Aber wenn ein Stück als “Event” angekündigt wird, das würde mir Sorgen machen. Und die Versprecher, sollen die wirklich inszeniert gewesen sein?”

Habe ich natürlich nicht gemacht.

So war’s: Songs for Joy 4

Professionell… mir etwas zu professionell. Aber geiles Bühnenbild und Effekte. Und meine Lieblingstür Ramin.

Aber Thomas hatte schon Recht.

Danke Rapante *kussn*

Jähzorn ist in meinem Herzen.

EDIT: So geht Songs for Joy.

Edit: Demnächst kommt die Best of bei Staatsakt. Dat wissense ja.
Aber wussten Sie schon, wie puschlig das wird?
sfj best of

Ich glaube, es sind Erdmännchen, aber könnten das nicht auch Wiesel sein ;) ?

EDIT: So war’s auch. Top old boys ist ja ein hüpscher Ausdruck.

Mein Wochenende in Musik und Bild

Ach, wann hat man schon die Gelegenheit, so viel so gute Musik in so kurzer Zeit zu genießen?

Freitag war Peter Fox*. Wirklich super, anders kann man das nicht sagen.

Stadtaffe

Stadtaffe

Ich hatte ihn schon mit Seeed gesehen, aber solo ist er doch noch mal ein ganz anderer Schnack. Wobei Seeed beim Hurricane 2003 – die Wahl der Miss Scheeßel bleibt mir unvergessen! – und 2006 auch gut waren, aber der Reggae-Teil war halt nie so meins.

Übrigens war auch Miss Platnum da. Nach einem ihrer Stücke gab es dann eines der schönsten Duette überhaupt:

Samstag waren wir dann bei der Bezirksversammlung gegen das BNQ in der Bernhard-Nocht-Straße. Dort spielten nach einem kurzen Auftritt der Neighborettes und Manuel Muertes die geliebten Goldenen Zitronen. Großartig. Politische Lieder aus dem gesamten Bandschaffen, einschließlich des von mir noch nie live gehörten “Alles was ich will (nur die Regierung stürzen)”. Und großer Einsatz für die “Marke Hamburg”, das muss man ihnen lassen ;) . Die Zitronen sind einfach super. Ach, das rockte!
Und die Gebärdensprache für Stand-Ort-Fuck-Tor war auch ganz groß!!

Die Zitronen beim Soundcheck

Die Zitronen beim Soundcheck

Soundcheck 2

Es gab sehr schöne Regenmäntel von “Es regnet Kaviar” zu kaufen, und da es immer wieder eine kräftige Husche gab, wäre das sicher keine schlechte Investition gewesen. Aber ich trage eh keine Friesennerze, egal, was draufsteht.

Später waren wir noch im Baalsaal, wo Erobique live auftrat. Oder “Aerobic”, wie die Kassendame sagte – wahrscheinlich weil wir alle mittanzen sollten :D

Ging wie immer recht spät los, so um halb drei, aber Herr Meyer musste ja auch erst alle anwesenden Damen begrüßen ;)

Sehr tanzbar, allerdings hätte ich mir noch mehr Gesang gewünscht, war aber wahrscheinlich dem Baalsaal angepasst. War bei DJ Koze zu Silvester auch so.

Irgendwie wurde ich von den Anwesenden immer weiter nach vorne gespült, so dass ich mir fast wie ein Groupie vorkam, weil ich schließlich ganz vorn stand (naja, und ich mag ihn ja auch sehr). Trotzdem habe ich um vier aufgegeben, als die Party noch voll im Gange war, weil ich einfach müde war.

Carsten Meyer

* Herr R. aus S. bekam Minuspunkte, weil er “Peter Wer?” fragte. Ich bin ja nun auch nicht immer auf der Höhe der zeitgenössischen Musik, aber wie man an Herrn Baigorry vorbeikommen konnte, ist mir ein Rätsel.

So war’s: Peter Fox

“Oh yeah, oh huu, alles glänzt, so schön neu” :D

Ach, was war das schön. Super Sound, tolles Licht und Peter Fox in bester Stimmung und bei bester Stimme. Und obwohl kalt, war es doch trocken, was dieses Wochenende ja nun keine Selbstverständlichkeit war.

Ach, Hamburg und seine Berlinerinnen lieben Dich, Peter!

Übrigens faszinierend, was für ein Lichtermeer durch die ganzen Kameras und Handies entsteht, die in die Luft gehalten werden. Nur Feuerzeuge, die schwenkt kaum noch jemand. Leider kommen dabei selten wirklich gute Mitschnitte heraus.

Kleinigkeit für den Pranger: Beim HVV meint man, auf zusätzliche Busse von der Trabrennbahn weg verzichten zu können. Also wälzten sich die Menschenmassen nach Konzertende durch die Straßen heimwärts. Da die Trabrennbahn mitten im Nirgendwo liegt, war das doch eine ganz schön weite Strecke. Fies, wenn man dann noch einen HVV-Aufschlag bei Ticketerwerb mitbezahlen muss.

So war’s: Pudel Art Basel

Ich will es wissen!

So war’s: Orchesterkaraoke

Großartig. Ein selten schöner Abend.
Kampnagel Sommerfestival. Merken Sie sich das für das nächste Jahr!

Die jungen Symphoniker haben Pop- und Rocksongs einstudiert, scheuen auch nicht vor schwierigen Neuarrangements zurück, Jan Dvorak dirigiert charmant* (das Jackett sah ausgeliehen aus, das ist aber auch das einzige kleine Manko des Abends), das Publikum ist freundlich bis begeistert gestimmt und singt engagiert mit, Matthias von Hartz moderiert mit Jan Dvorak gemeinsam, und die menschliche Karaokemaschine weist uns den Takt…

orchesterkaraoke

Das Prinzip ist so einfach wie die Euphorie groß. Die Jungen Symphoniker üben Popsongs ein und Sie können dann alleine auf der Bühne für unsere größte Halle mit einem ganzen großen Sinfonieorchester im Rücken singen. Was will man mehr? Was gibt es sonst noch zu sagen zu einer Veranstaltung, auf die alle seit Monaten warten? Es gibt neue Songs, es wird großartig sein und Sie werden sich vermutlich amüsieren. Auf jeden Fall werden Sie singen. Versprochen.

„Selten war der Befund, der Saal koche, so angebracht. Und selten verließ man ein Theater so uneingeschränkt gut gelaunt“ [Spiegel Online]

Jedes Wort davon ist wahr. Eine Veranstaltung, die glücklich macht. Wenn Sie können: gehen Sie nächstes Jahr hin. Es lohnt sich!

Das Programm umfasst alles … Material Girl, Westerland, Feel, Du hast den Farbfilm vergessen… besonders beeindruckend waren die zwei charmanten lebenserfahrenen Herren mit “Ruby Tuesday”, das Duett “Preacher Man” und natürlich 21 Menschen auf der Bühne zu “We are the World”.

Dieses Jahr war jedes Lied neu einstudiert. Nächstes Jahr hoffentlich wieder. Ein Hoch auf Kampnagel, Amelie Deuflhard, Jan Dvorak und die Jungen Symphoniker… und die menschliche Karaokemaschine!

Nachher spielten noch die 3 Normal Beatles, das rockte das Haus!

3 normal beatles

* Dass der Dirigent süß ist, sagte ich schon, oder?

Veranstaltungsrückblick Bernstorffstraßenfest

Das Bo hatte leider fürchterliche Probleme mit dem Sound. Sehr sehr schade, denn türlich, türlich wollte ich mehr Bass… MIST!

Der Hauptact “Pingo und seine Freunde” entpuppte sich als Ingo Pohlmann. Also Ingo entpuppte sich als Pingo (oder umgekehrt?) … seine Freunde blieben seine Freunde. Sehr verwirrend das ;)

Hatte ich noch nie live gehört, gefiel mir ganz gut. Wahrscheinlich würde ich nicht eigens ein Konzert besuchen, aber zu dem Abend passte es ganz gut, sehr entspannt und sichtlich gut gelaunt.

Veranstaltungsrückblick Dockville im Telegrammstil

Wie Sie wissen, kommt man ja zu nichts. Gründe dafür gibt es zuhauf, diese interessieren hier aber nicht.

Daher in der gebotenen Kürze:

Das Dockville 2009 war vor allem eins: Voll. Zu voll. Viel zu voll. Richtig entspannen konnte man nur am Sonntag.  Dafür, dass das Gelände kleiner wurde, können die Veranstalter nichts, aber die Lage der Hallenbühne zum restlichen Gelände kann man ja nur als abschreckend bezeichnen. Eine halbe Stunde von einer Bühne zu einer anderen – das schafft man einfach nicht zum Musikwechsel. Das Nadelöhr vor der Dorfbühne sollte man nächstes Jahr vermeiden. Und man sollte weniger Karten an der Abendkasse verkaufen… 15.000 Besucher auf dem kleinen Gelände, das war unerträglich.

Die Leute fand ich im großen und ganzen ok, aber mir fehlten die chilligen Orte und die versteckte Kunst dann doch ziemlich. Ein super Neuzugang war “Das Horn”, das sollte man beibehalten.

horn

Tja, und musikalisch fehlten mir die begeisternden Momente dieses Jahr fast völlig.

Dass ich mit Turbonegro nichts anfangen kann, ist ja niemandes Schuld. Auch nicht, dass ich nicht bis nachts auf Frittenbude warten wollte. Die Mediengruppe Telekommander fand ich nicht schlecht, aber aus den Schuhen gehauen hat es mich nicht.

Von Element of Crime werde ich künftig die Finger lassen. Einzelne Songs sind ja sehr schön, aber nach mehreren Liedern möchte man sich trotz schönsten Sonnenscheins nur noch ersäufen… schade. Bonaparte ist nicht mein Ding, das wusste ich , aber von Jim Pansen war ich dann doch enttäuscht. Flacher Hip Hop. Richtig flach.

Whitest Boy Alive lieferte Chill Out Musik, was zwar gut zum Abhängen passte, aber schlecht zu einem Festival auf der Hauptbühne abends.  Zu dieser Zeit hatten wir immerhin die Aussichtsterrasse von LM erobert und eine geniale Aussicht. Die Liegemöbel dort waren übrigens auch genial bequem.

Ja, und die angepriesenen MGMT können sich die geneigten Lobhudelanten von mir aus in die Haare schmieren… klingt wie Supertramp, und viel schlimmeres kann man ja über eine Band nicht sagen.

Der Sonntag war wie gesagt der schönste Tag. Vielleicht weil Wwiesel dabei war?

dockvillewiesel

Richtig gut fand ich “Dan le Sac vs. Scroobius Pip”, britischer Hip Hop vom feinsten. Ich liebe britischen Humor und britisches Englisch. Gefallen hat mir auch Estuar, Gewinner von “Krach und Getöse”. Nobelpenner und Fickscheisse hingegen waren enttäuschend. Kettcar kann man mir sowieso ans Bein binden, also egal. Dennis Lisk machte souligen HipHop, soweit ok. Richtig richtig RICHTIG schlecht war hingegen Pascal Finkenauer. Wer zum Teufel schreibt dessen Texte? Das ist Schlager pur.  Übel, einfach nur übel.

Ich würde gerne wieder behaupten, nächstes Jahr nicht hinzugehen, aber sobald die Frühbuchertickets rauskommen, werde ich ja doch wieder schwach. Ich werde das einfach Dochville nennen.

sonntag

Kunstwiesel

Kunstfilm

Offenbar kommen Filme immer noch auf Rollen. Offenbar kann man die prima vertauschen, ohne dass der Vorführer es bemerkt.

So geschehen gestern im Zeise Open Air im Rathaus Altona, übrigens der schönsten Kulisse mit dem schlechtesten Bier aller Hamburger Open Air Kinos, würde ich behaupten.

Zeise_Open_Air-3_klein

Ich hatte “Willkommen bei den Sch’tis” noch nicht gesehen, so dass ich erst in der Pause erfuhr, dass etliche Szenen nicht gezeigt worden waren und wir vor der Pause schon fast am Schluss des Filmes angekommen waren. Nach der Pause zeigte man uns dann die fehlenden Teile plus das Ende. Also praktisch die Reihenfolge 1-3-2-4. Ein  wenig, ein klitzekleines bißchen verwirrend. Natürlich entschuldigte sich auch niemand dafür, warum auch, wenn man Leuten den Kinospaß verdirbt? Wahrscheinlich hatten sie Angst, dass sonst jemand sein Geld zurück wolle, aber ich finde das trotzdem unprofessionell!

Ich fand den Film recht nett, aber die hochgepriesene Synchronisation des “Sch’ti”-Dialekts fand ich grauenhaft. Das klang einfach so, als habe der oder die Sprecherin einfach vergessen, ihr Gebiss einzusetzen.

Dieses Kauderwelsch angemessen ins Deutsche zu übertragen, war keine leichte Aufgabe, denn die Übersetzung in eine deutsche Mundart (etwa das Schwäbische) hätte schlicht deplatziert gewirkt. Folglich entschloss sich der deutsche Verleih Prokino, eine neuartige Kunstsprache zu entwickeln, was sicherlich grandios hätte scheitern können, doch wider Erwarten gelang.

Also für mich ist das Experiment gescheitert, allerdings nicht grandios, sondern nur banal.

Angenehm ist, dass es am Eingang jetzt Decken gibt. Angesichts des Wetters benötigt man diese nicht, um nicht zu frieren, sondern nur zum etwas bequemeren Sitzen auf den Plastikstühlen von IKEA. Die Damen am Biertresen waren nur zu zweit, weswegen die Warteschlange einmal durch den Hof ging.

Sonst war der Abend aber sehr nett.

Der lokale Bohei (2)

Spannende Sichtungen:

Tipi statt Discokugel...

Tipi statt Discokugel...

Drin war übrigens die finnische Seerettung. Muss man nicht verstehen.

Ambulante Kunstversorgung

Ambulante Kunstversorgung

Lecker :D !

Und hier noch eine politische Aussage:

Damit kennen sich die Grünen ja aus.

Damit kennen sich die Grünen ja aus.

Und dann hat mich noch ein Friseur beleidigt. Hrmpf. Andererseits, wenn ich mir dessen Outfit so ins Gedächtnis zurückrufe… schon besser, dass ich den nicht an meine Haare gelassen habe.

Veranstaltungsrückblick: Der Fall Böse auf der Altonale

Einfach nur geil. Wenn Sie die Gelegenheit haben, die Jungs mal live zu sehen: hingehen!

Wenn Du nicht glaubst, dass das Liebe ist… dann hau doch ab!

War aber auch die einzig gute Band auf der Altonale. Das wird anders werden, wenn wir erst mal die Weltherrschaft haben!böse 1

Ausgefallener Veranstaltungsrückblick

Da will Ihro Welt einmal in Kultur machen und dann fällt die Veranstaltung aus. Um meine Enttäuschung richtig würdigen zu können, müssen Sie wissen, dass ich schon um sieben so müde war, dass ich eigentlich lieber heimgefahren wäre. Aber Daniel Richter lockte. Da das Fleetstreet noch nicht offen hatte, vertrieb ich mir also die Zeit, daddelte herum, mopste mich… nur um viertel nach acht dann zu erfahren, dass die Veranstaltung ausfällt. Ich habe vergessen, ob Herr Richter oder sein Interviewpartner abgesagt hatte. Ich war echt enttäuscht. Der Herr am Einlass war ja echt nett ,und es tat ihm auch ehrlich leid, aber hätte man da nicht gleich ein Schild an der Tür aufhängen können? Hätte mir eine Menge Zeit erspart :( . Nun müsste sich mindestens Herr Richter persönlich bei mir entschuldigen, um das wieder wettzumachen.

Wäre ich mal lieber zu Svens Feierabend gegangen!

Ja, und GUZ im Hafenklang – Beginn 23 Uhr – ist mir heute wirklich zu spät :(

So war’s: Lütjenburger Heimatabend

“Rebellion auf dem Marktplatz” – ein Lütjenburger Heimatabend – mit Film und Konzert der Gruppe Pudel Apparat

Ich sage nur: Rocko Schamoni! DJ Patex! Viktor Marek! Hans Platzgumer! Knarf Rellöm! live und gut aufgelegt.

Besser als seinerzeit mit Tuffi im Molotow, wenn Sie mich fragen.

Der Dokumentarfilm „Rebellion auf dem Marktplatz“ von Heike Bettermann und Rainer Link war weniger eine Dokumentation über die frühe Punk-Bewegung in Ostholstein als ein sehr persönlicher Rückblick in die frühen Jahre von Rocko Schamoni. Sehr unterhaltsam.

Vor und nach dem Film spielte der Pudel Apparat.

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Einfach nur schön. “C.D.U.” zur Melodie von “Little Big City”… “Mauern”… “I wish I was him”… “Kaufen vor dem Saufhaus”… “Menschen aus Kiel” undundund…

Viktor Marek übernahm souverän den Gesangspart von Schorsch Kamerun, Respekt.

Und mit Ukulele und Mandoline gab es eine extreme Rock’n'Roll-Instrumentierung :D

Großartig, auch wenn sich das Publikum weigerte, zur Steigerung der Stimmung das Mobiliar zu zerlegen… Aber Schwamm drüber :D !

Veranstaltungsrückblick: L’amour fou

Wir machen es uns heute mal ganz einfach: Wir schließen uns im wesentlichen der Kritik in der Mopo von gestern an.

(…)Und so liegt der Schwerpunkt diesmal auf der “eigentlichen Kernkompetenz”: Musik! Ein 90-minütiges Greatest-Hits-Konzert von Heinz Strunk, Jacques Palminger und Rocko Schamoni.

Das Besondere: Die einst am Billig-Keyboard zusammengeschraubten Songs werden im altehrwürdigen Haus mithilfe des 16-köpfigen “Militärorchesters Boche” zu qualitativ hochwertiger und opulenter Filmmusik aufgerüscht. Die Entertainer Strunk, Palminger und Schamoni, gekleidet in weiße Kapitänsuniformen, stehen zwischen wuchernden, wilden Pflanzen, ausgestopften Pfauen und Tigerköpfen und singen von braunen “AA Fingers”, “Jungen Punxs” oder von “Deutschen Frauen”.

Alles großartig, aber auch alles schon mal gehört. Einzige Überraschung: Bei “Polizeiboot Norbert” bekommt Jacques Palmingers Sohn einen kleinen Auftritt (er darf sich mit seinen Freunden über Papas Schnauzbart lustig machen). Mehr davon hätte den Abend noch mal vorangebracht. Stattdessen gibt’s Kalauer über die Schweinegrippe (Schamoni ins Publikum hustend: “Ich war eben noch beim Mexikaner essen”). Also nix mit “l’amour fou” und brennender Leidenschaft. Eher ein wohltemperierter und solider Auftritt – wie Greatest-Hits-Konzerte eben nun mal sind.

Mir kam es außerdem weniger wie ein Konzert denn wie eine Revue vor. Klar, wenn das Publikum auch in Theatersesseln sitzen muss. Schauspielhaus, das kannst Du doch besser! Bühnenbild und Beleuchtung waren hervorragend, der Sound auch, kann man nicht anders sagen.Trotzdem fehlte eben der Schwung oder die Dynamik eines Konzertes.

Die Kritik hat natürlich nicht recht damit, dass die Songs alle am Billig-Keyboard entstanden sind. Etliche Lieder von Rocko sowie den Kings of Dubrock waren schon immer hervorragend instrumentiert und arrangiert.

So oder so ist es immer wieder schön, wenn Rocko Musik macht. Na, und die Rock’n'Roll-Posen sitzen natürlich immer noch wie angegossen :D

Und endlich mal “Stop den Wahnsinn” live zu sehen hatte auch was. Ich hatte irgendwie mehr Showtreppe erwartet, das assoziiere ich offenbar mit Bigband.
UND ich würde gern mal so etwas wie den “Schlaf in den Mai” erleben, aber die Zeiten sind wohl vorbei :(

Aber immerhin: schicke Uniformen. Und die Dame, die in Rockos Gästebuch immer von seinen Unterarmen geschwärmt hat, ist – wenn sie da war – auch auf ihre Kosten gekommen :D !

So war’s: Die schöne Lesung (Volli und Robi)

Es war eine sehr kurzweilige Veranstaltung mit leicht bis mittelstarkem nostalgischem Touch, als wir vergangenen TV-Formaten, nahezu entschwundenen Gegenständen und bedrohten Wörtern nachspürten. Wobei ich die bedrohten Wörter, die vorgestellt wurden, entweder noch benutze oder nicht vermisse.

Aber Volli und Robi waren hinreißend wie immer. Ich vermisse sie.

Ich hätte gern noch viel mehr von ihnen gehört, aber da waren der furchterregend gut gelaunte NJOY-Moderator oder der immerhin mit trockenem Humor ausgestattete Bodo Mrozek vor. Immerhin gab es lustige Ansätze, das Publikum einzubeziehen. Ich sage nur KÄSEIGEL!

Schlechtes Bild, schöne Veranstaltung

Schlechtes Bild, schöne Veranstaltung

Da ich versäumt hatte, eines der bereits in meinem Besitz befindlichen Bücher von V&R mitzunehmen, habe ich das neue Buch kaufen müssen, um es signieren zu lassen. Hach. Das mit dem Heimweh sagte ich schon, oder?

volli-und-robi

So war’s: Film “Müssen alle mit” / Bernd Begemann im Ü+G

Gestern im Ü+G:
BERND BEGEMANN & GÄSTE
Film vorab: „Müssen Alle Mit“

Der längste Liedermacher der Welt, nämlich Bernd Begemann, ist gar nicht so lang, spielt und singt aber immer so lange, also langanhaltend, wie kein Zweiter, und müsste eigentlich den Namen Lang Lang tragen, wenn dieser nicht schon vergeben und auch irgendwie dämlich wäre. Wortwitz, Musikalität und Sätze mit der Wucht von Kinnhaken, kombiniert mit einer einnehmenden Physis und unbändiger Spielfreude sind die Attribute, die dem Herrn Begemann seit Jahren zu Recht nachgesagt werden, und wenn dieser Satz jetzt vollends aus der Bahn trudelt, liegt das daran, dass er so lang ist, denn das mit der Länge können nur die wenigsten, am besten aber der Begemann. Vorher, vor dem Konzert also, zu dem sich Herr B. ein paar musikalische Gäste geladen hat, zeigen wir den sehr empfehlenswerten Musikfilm „Müssen Alle Mit“. (Newsletter Ü+G)

Der Film trägt nicht nur den Titel der fabelhaften Kompilation des Hamburger Labels Tapete, Herr Begemann interviewt auch (nahezu) alle dort unter Vertrag stehenden deutschsprachigen Künstler, darunter auch die von mir geschätzten WOLKE, zu ihrem Verhältnis zu Musik, der Art, Songs zu schreiben, wie sie finanziell überleben, zum Verhältnis zu Tourneen und vielen weiteren Dingen, die Musikfans immer schon mal wissen wollten. Neben Wolke*, Samba, Erdmöbel, Niels Frevert (alle Tapete) kommen auch die von mir verehrten Türen, Rocko Schamoni und Schorsch Kamerun zu Wort. Der Film stammt aus 2007, die Aufnahmen sind vermutlich noch älter. Das merkt man z.B. daran, dass von den mittlerweile zum Quintett herangewachsenen Türen als Trio gesprochen wird.

Erstaunlich ernst sind die Gespräche, von denen ich fast jedes einzelne gerne in voller Länge gesehen hätte. Der Film ist auf jeden Fall sehr sehenswert.

Danach spielte Bernd noch für uns lustige und ernste Lieder und bewies seine Qualitäten als Alleinunterhalter**. Das Publikum war ziemlich schwierig, zeigte kaum Temperament, quatschte lieber während der leisen Stellen (was Bernd schon gewohnt sein muss, wie die Lieder “Unsere Band ist am Ende” und “Kein Glück im Osten” dokumentieren), aber uns extrem nervte. Als Künstler hätte ich mindestens das Publikum bepöbelt wenn nicht sogar das Konzert abgebrochen. Bernd blieb aber relativ gelassen.

Wir haben schon vermutet, dass die meisten Karten bei irgendeiner Verlosung gewonnen haben. So benimmt man sich doch nicht bei Künstlern, die man live sehen möchte. Allerdings habe ich das mittlerweile bei den unterschiedlichsten Bands und ganz verschiedenen Orten erleben müssen, so dass ich befürchte, es ist ein Symptom zunehmender sozialer Verwahrlosung.

Übrigens würde ich Herrn Begemann gern mal mit seiner Band Die Befreiung sehen. Bisher sah ich ihn immer nur alleine – gestern mit Gästen – also eher ein Akustikset***. Ich würde gern mal noch etwas mehr Power dahinter hören.

* Ach Oliver…
** Kann es einen Konzertbesuch Ihro Welt ohne Fotos geben? Ja!
*** Immer will ich Akkustik schreiben. Schröcklich!!

So war’s: Knarf Rellöm Trinity im Hafenklang

Das Hafenklang verlässt das Exil und zieht an den Hafen zurück. Ein Grund zur Trauer für alle Altonesen. Ein Grund für eine Riesenabschiedssause für das Hafenklang.

Ich will alles wissen!

So war’s: MUTTER im Hafenklang.

Wer mich kennt, weiß, dass Mutter, ich meine MUTTER, eine meiner absoluten Lieblingsband sind. Ich weiß nicht mehr, wann ich sie das erste Mal live gesehen habe, es war Heiligabend 2000 oder 2001. Sie traten in der Volksbühne im großen Saal auf, bei einem Konzert, deren weitere Teilnehmer Justus Köhncke (unvergessen sein Duett am Handy), Barbara Morgenstern und zum Abschluss Louie Austen waren. Ein großartiges Erlebnis.

Ich will wissen, wie es war!

Veranstaltungsrückblick: So war Silvester 2008!

Da ich weiß, dass Sie alle darauf brennen: so war Silvester.

Ich will mehr wissen!

Musikalischer Jahresrückblick: 2. Hälfte 2008

Ach, 2008 war wirklich ein gutes Jahr.

Gucken Sie hier.

Ich will mehr Musikbilder von Dir!

WeltdesWissens macht den Test: Konzerte im Vergleich

Von drei Konzerten von Tex und Erobique im Pudel habe ich zwei besucht. Das mittlere war angeblich das netteste, aber das kann gahnich sein, weil ich ja nicht dabei war 8-O .

Ich will mehr von Dir!

Ja, ich bereue alles!

Außer das Superpunk-Konzert gestern. Fein war’s. Auch wenn Carsten nicht bei Stimme war.

Statt schlechter Fotos von gestern gibt’s dafür hier feine Videos von früher.

Ich will mehr von Dir!

Ich kann es nicht länger unterdrücken…

.. nennen Sie mich rechthaberisch. Aber der Heilige Stephanus ist nicht zuständig für die verlorenen Sachen, das ist der Heilige Antonius. Das weiss ich von meiner Oma, die öfters ihre Brille verlegt hat. Möge sie auf ihrer Wolke sitzen und dort alles machen, was Omas so tun. Und immer ihre Brille finden natürlich.

Wofür Stephanus gut ist, weiss ich nicht, ich nehme an, für Steine (große Steine, flache Steine, spitze Steine, noch einen falschen Bart für die Steinigung?).

So, nachdem wir das geklärt haben, kann ich berichten, dass das gestrige Konzert von Tex und Erobique super war. Rock, Boogie Woogie, Elektro, Hyper Hyper, Smoke on Water, Liebeslieder, englisch, deutsch, französisch à l bonheur :D , Strickpullover von Mutter Meyer (teilweise hinterher von Heinz Strunk auf der Lampe verbrannt, unabsichtlich 8-O ??), ausgesprochen nettes Publikum*, ein grüne Puschel kotzendes Schlagzeug, nette Gespräche, Kostümwechsel, Geschichten über lustiges Brauchtum, eine der angenehmsten Lokalitäten in Hamburg und Musik zum Lachen und Glücklichsein. Danke :D !

die schönen Pullover

Nicht im Bild: die schönen Pullover und die grünen Puschel

Die Chance auf einen ähnlich schönen Abend haben Sie noch heute und morgen im Golden Pudel Club.

Mein Lieblingslied: Die Geschichte von der Frau, die sich als die Freundin ausgab, die auf das Inserat für Paris geantwortet hatte, und die Hose für Jim Morrisons Grab mitbrachte :D . Und dabei wollte Carsten nach 20 Jahren Ehe doch nur mal einen kleinen Flört :D

* bis auf die Ische 1.0, aber irgendwas ist ja imma.

Veranstaltungsrückblick: THE ST. PAULI [PLAY] WINTER FESTIVAL

So war’s in Kürze: Musikalisch nichts überraschendes, aber sehr gut gefiel mir “The Audience”, gefolgt von “Me Suceeds”, obwohl ich deutsche Bands mit englischen Texten nicht mag. Und sehr gut gerockt haben “The Go! Team”, bei denen offensichtlich jedes Bandmitglied nahezu jedes Instrument spielen kann und darf. Beeindruckend.

Das Docks war hüpsch geburtstaglich dekoriert, komplett mit Konfetti und Luftballons und so. Die Prinzenbar ist ja wohl eine der kuschligsten Locations, die es gibt, was bin ich froh, dass sie den Fängen von Herrn Littmann und der Abrissbirne entrissen wurde.

Das Publikum war sehr jung, anwesende Oldies saßen allenfalls auf den Barhockern :D

Und hier are se rezults of the WeltdesWissens Jury:

Die Goldene Himbeere für die schlechtesten Informationen über baubedingte Fahrplanänderungen: HVV. Ein (!) Plan auf dem Bahnsteig, den auch nur geistesgestörte Knalltüten interpretieren können. Merkwürdige Dinge auf den elektronischen Anzeigetafeln. Blödsinnige Durchsagen, die für mein nicht vorhandenes Verständnis danken. Super Leistung, HVV!

Unsichtbarkeitspreis für die nicht auffindbare Band: Dancing Pigeons, angesetzt für 18:45 – 19:30, per handschriftlicher Änderung auf 23:00 bis 23:45 verschoben. Nicht gefunden. Tut mir leid, Herr Fitz!

I scream-Award für die erfolgreichste Bestechung des Publikums: Docks / Ben und Jerries. Yum :D

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Hui-oder-Buh-Preis für das gelungenste Outfit des Abends: der Bassist von Me Succeeds. Toll.

Bassist, Outfit (Bildmitte)

Bassist, Outfit (Bildmitte)

Das Tier-Award für die rock’n'rolligste Performance: Der Sänger von The Audience

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Der “Was Friseure können, können nur Friseure”-Preis für die britpoppigsten Frisuren: die anderen Herren von The Audience.

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Der Gender Mainstreaming-Award für die beste Frauenquote:  The Go! Team

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Der Preis “Das große Arschloch” geht an die hochgewachsenen Herren, die immer, aber auch immer genau vor mir stehen bleiben und mir die Sicht versperren!

Der Preis “Rüpel der Woche” geht an den Herren, der mir derart in den Knöchel getreten hat, ohne sich zu entschuldigen, dass ich ihm im Geiste nichts gutes gewünscht habe.

Veranstaltungsrückblick: For Dancers Only 5. Geburtstagsparty

Falls Sie sich fragen, warum ich zu dieser unchristlichen Zeit vor dem Rechner sitze: ich war tanzen und hab eine Club Mate (siehe -> Koffein, Überdosis an) zuviel erwischt. Das heißt, ich bin heimgegangen, weil ich müde war, und bin jetzt putzmunter. Statt zu putzen blogge ich lieber, obwohl die Nachbarn unter mir eben auch noch Licht anhatten.

War eine feine Party im Hafenklang im Exil (schnüff, bald gehen sie zurück, Hülfe!) auf drei Floors, Soul aller Art, direkt ins Rückenmark und die Extremitäten. Und wie es sich für einen Geburtstag gehört, gab es Chips, Salzstangen und Schokoriegel auf’s Haus. Die Getränke leider nicht, aber die Preise sind dort recht zivil. Und für die ersten 200 Gäste gab es ein feines Geschenk, einen schicken “For Dancers only”-Aufnäher. Wie toll ist das denn :D

Zu bemängeln gibt es lediglich, dass manche Gäste beim Tanzen ihre brennende Zigarette herumschwenken. Mich versetzt das immer in leichte Unruhe, da ich schon mehrfach auf diese Art verbrannt wurde. Diese Unsitte verrohter Menschen sei hiermit angeprangert!

Ansonsten werde ich das Hafenklang in Altona sehr vermissen. Nettes Publikum, tolle Veranstaltungen, man kann rauchen, ohne dass die Luft schlecht wird, und das beste ist der kurze Heimweg.

Früherwarallesbesser.de

Heute ist wieder so ein Tag. Murphy hatte seine Freude.

Das Holy Shit Shopping war ungemütlich in der großen Halle, die Lounge Zone vom letzen Jahr war weg, dafür gab es neonbeleuchtete Bierbänke und eine dunkle Raucherecke, die Musik war Techno und HipHop der unangenehmsten und lautesten Sorte und zu kaufen gabs auch nix. Na, es gab einiges, aber fast alles kennt man vom letzten Jahr oder aus den einschlägigen Läden in Hamburg (Yokosuna) und Berlin (Kaufhalle).

Wieviele Buttons, Pulswärmer, Magneten, Kissen, Taschen oder Täschchen soll ein durchschnittlicher Mensch denn besitzen? Ich bin ja durchaus aufgeschlossen für weltliche Güter, aber es fehlt das Neue, Kaufanreizende.

Ein Bild vom Wiesel (Street Art, Sie erinnern sich an meinen Beitrag) hätte ich gern gekauft, aber 35 Euro waren mir denn doch zuviel. Also hab ich genau eine Sache gekauft: eine CD von Jan Böttcher (Herr Nilsson RIP). Sie läuft gerade im Hintergrund und gefällt mir sehr gut. Aaaaaaaber die CD-Umhüllung ist aus so dünner Pappe, das sie beim Entfernen der Schutzfolie eingerissen ist. Nun bin ich betrübt. Immerhin wusste ich von dieser CD noch nichts, trotz Newsletter-Abos, insofern hat sich der Besuch des Holy Shit Shoppings gelohnt.

Über die Preisgestaltung sollten die jungen Designer echt mal nachdenken, genauso wie über ihre Angebotsbreite.

Promisichtung aktuell

oder… Wie ich

Icke

Icke

einmal mit Schorsch Kamerun

Tuffi

Tuffi

Rica Blunck, Viktor Marek und Jacques Palminger

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zu Musik von DJ DSL  (nicht im Bild) tanzte. Hach. Schee war’s. Ich liebe die Kammerspiele.

Das Konzert war natürlich auch super. Und hier exklusiv für Nulli: die Fingerpuppe von Viktor Marek:

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Zum Niederknien :D

Wiesels Veranstaltungsrückblick: Jacques Palminger and the Kings of Dub Rock

Ja, gestern war es so weit: das Wiesel und ich waren im Hafenklang zur Record Release Party von dem erstem Album “Mondo Cherry” der Kings of Dub Rock.

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Wiesel in Concert :)

Ab viertel vor elf (hey, Rock’n'Roll!) auf der Bühne: der charmante Jacques Palminger, die mit einer fantastischen Stimme gesegnete Rica Blunck und der Mann mit den schönsten Beinen der Musikwelt, Viktor Marek (alias Jacques, Ric und Vic).

Die Fotos werden den dreien nicht gerecht, Frau Blunck z.B. hat eine fabelhafte Figur, die gar nicht zur Geltung kommt. Und der Goldglitzerlidschatten von Viktor kommt auch nicht raus.

Die Kings of Dub Rock

Die Kings of Dub Rock

Die Musik kommt sowieso nicht raus, die bekannten Ohrwürmer wie der Tüdeldub, Fick dich Henry Maske und Colani groovten live natürlich noch ein bisschen mehr und auf Mishima lasse ich natürlich sowieso nichts kommen, als potentielles Ehrenmitglied des Harakiri Stammtischs Altona :D . Na, und dass Viktor auch singt, wie schön ist das denn!

Rica und Viktor hatten übrigens mindestens genauso stimmgewaltige Fanblöcke wie Herr Palminger, was sie sehr zu freuen schien. Ach, Viktor ist einfach mindestens so cool wie Herr Palminger, wenn auch auf eine ganz andere Art.

Anschließend war noch Party im oberen Saal bei netter Musik. Und hätte ich nicht heute arbeiten müssen, wäre ich sicher erst im Morgengrauen nach Hause gekraucht.

Edit: Eine sehr schöne Rezension findet sich hier.

Veranstaltungsrückblick: Filmpremiere Übriggebliebene Ausgereifte Haltungen

Die Goldenen Zitronen sind toll. Ich liebe ihre Musik und ihre Haltung.

Der Film hingegen ist scheiße. Handwerklich und inhaltlich schlecht gemacht. Von der wackeligen Handkamera in der ersten Einstellung bis zu Schreibfehlern im Abspann (“Knarf Röllem”, sic!) eine Zumutung. Die 5 anwesenden Goldies haben es mit Fassung ertragen, begeistert waren sie auch nicht. Ich bin echt enttäuscht und werde mir nie wieder einen Film von Peter Ott ansehen. Verschenkte Möglichkeiten, Nullaussagen, einfach nur amateurhaft. Wer einen guten Dokumentarfilm über eine Band sehen will, greife zu “Wir waren niemals hier” über die Band MUTTER.

Wiesels Sternstunden der Bedeutungslosigkeit

Liebe Wieselliebhaber und Wieselliebhaberinnen,

das Wiesel hat heute einen Ausflug gemacht und chillt jetzt eine Runde. Das gibt mir die Gelegenheit, vom gestrigen Abend des Wiesels zu berichten.

Zunächst bewunderte das Wiesel das abendliche München von ganz oben. Die Qualität des Bildes entspricht leider einem Wieselsuchbild :(

Ganz München liegt dem Wiesel zu Füßen

Ganz München liegt dem Wiesel zu Füßen

Natürlich war das Wiesel nicht zu Fuß bis an die Spitze gelangt. Es hatte den Paternoster genommen. Eine weitere Leidenschaft, die Wiesel und ich teilen.

Ave Maria...

Ave Maria...

Beileibe nicht die einzige.. wie sich zeigte, ist das Wiesel auch ein Freund von Lesungen. In diesem Fall handelte es sich um Rocko Schamoni, der in der Registratur aus seinem letzten Buch “Sternstunden der Bedeutungslosigkeit” las.

Eine Sternstunde

Eine Sternstunde

Rocko war extrem “jut druff”, wie man hier sagt, so dass wir während der Lesung aus dem Lachen nicht mehr herauskamen. Und sehr schick gekleidet war er auch. Sehr zum Missfallen von Herrn Schamoni wollte sich außer ihm keiner dem lokalen Rauchverbot während der Lesung widersetzen.
Das lokale Bier “Augustiner Helles” wird übrigens liebevoll “Auge” abgekürzt.

Nach Lesungen wird dann ja immer signiert. Das Wiesel wollte sich auch gern ein Autogramm geben lassen. Das hat auf dem Fell aber natürlich keinen Zweck. So blieb es bei einem gemeinsamen Foto.

Zwei wilde Kerle

Zwei wilde Kerle

Anschließend ist das Wiesel in einer Kneipe im Glockenbachviertel noch ordentlich versackt. Davon gibt es keine Bilder mehr, aber ich könnte Ihnen Dinge erzählen…

Radio live im Blog

Dieser Beitrag ist ein Update zu diesem.

Also, die Musik ist natürlich geil. Ich meine: Jacques, Viktor und Rica machen ja nie was falsch.

Aber die Moderatorinnen.. die sind ziemlich, ähm, merkbefreit, würde ich sagen. Und ich disse nicht gerne. Aber ein bisschen mehr Infos, die nicht schlecht abgelesen werden, wären ja schon schön. Aber wahrscheinlich hören Fans eh nicht Tide.

Und “Tourettepoet” ist ja nun keine Erfindung von den Moderatorinnen Nase und Strunz, sondern von Hanseplatte oder so.

So war’s: MUTTER im Festsaal Kreuzberg

Kurzfazit: Schön. Danke! Der weite Weg hat sich gelohnt. Mutter rockt wie eh und je, und Ihr seid alle schön!

Festsaal Kreuzberg 03.10.2008

Festsaal Kreuzberg 03.10.2008

Gedanken, die wenig mit der Musik zu tun haben:

Max Müller ist ein erstaunlicher Mensch. Sieht man ihn vor dem Konzert herumstehen, sieht er wie ein normaler Mann seines Alters aus, vielleicht etwas arg spießig angezogen. Auf der Bühne wirkt er wie Mitte 20. Eine verwirrende Metamorphose. Im Verlauf des Abends quetscht er die Lieder aus sich heraus, windet sich, räkelt sich lasziv, schreit, leidet, wirft sich auf den Boden, um im nächsten Moment wieder die Bühne zu besteigen und sich nach dem nächsten Lied zu erkunden. Sehr eigenartig, und es hinterläßt ein Gefühl des Voyorismus, das mich unangenehm berührt. Er wirkt in manchen Momenten, als würde er seinen Körper verkaufen, wie ein Kind, das seine Sexualität auf eine Weise einsetzt, die es von Erwachsenen abgeschaut hat.

Max Müllers Arme

Max Müllers Arme

Ich habe Mutter ja schon etliche Male live gesehen, aber nie stand ich so weit vorne und nie habe ich einen so direkten Blick auf Müllers Performance werfen können. Das Schlimmste war, als Max sein Hemd ausgezogen hat. Er sah gar nicht so zerbrechlich aus, wie ich immer dachte, sondern bei aller Zartheit sehr kraftvoll. Aber die ganzen alten Schnittwunden brachen mir fast das Herz. Unwillkürlich wollte ich darüber streichen und küssen und sagen, dass alles gut wird. Trotz des niedlichen Tattoos war ich total verstört.

Sprechende Kunst

Dieser Beitrag ist ein Update zu Kanzelreden

und Opfer der Kanzelreden

Heute war es soweit.. ein Mittwoch.. im August… 19 Uhr… klingelt da was? Da war doch was?
Ja, heute war es Zeit für Kanzelreden.

Jäger der verlorenen Botschaft

Jäger der verlorenen Botschaft

Die Megaphone waren ein wenig arg leise und wurden nur von den veranstaltenden Künstler/innen genutzt. Das fand ich grundsätzlich sehr traurig, weil es etwas bemüht wirkte, vor allem wenn Künster/in im Manuskript raschelte anstatt mal zu improvisieren. Kunst kann doch nicht alles planen!

A la recherche du Botschaft perdu

A la recherche du Botschaft perdu

Andererseits bin ich nach einer Begegnung der besonderen Art heute nachmittag doch ganz froh, wenn kein Irrer rumschreit.

Schalten Sie auch das nächste Mal wieder ein, um zu erfahren: Ergreift die Wunderbare Welt des Wissens doch noch das Wort?

MOMUS im Pudel

Super. Wochenende, Sonnenschein und blauer Himmel, und Konzert umsonst und draussen in der Elbphilharmonie der Herzen.

Ich zitiere mal die Pudelseite / Sebastian Reier:

Grillwetter? Pah! Der Stadtpark der Herzen heisst Park Fiction.
Auch am 8. Juni 2008 ereignet sich absonderliches. (..) Aber schauen wir doch erstmal unter die Augenklappe: Momus heisst ihr Träger. Er ist Brite und Poet. Wegen ersterem war er sogar Labelmate der Stadionrocker Oasis. Sonst hat er mit ihnen nichts gemein. Gebannt lauschen die Parkbesucher seinen Geschichten. Voller Pointen und seltsamer Wendungen sind sie. Unter dem Text findet der Hörer dichte elektronische Klänge im Dienste des Wortes. Momus war schonmal hier: Damals, in den späten Achtzigern, mit Primal Scream auf Tournee, wurde er Zeuge der Kämpfe um die besetzten Häuser der Hafenstrasse. Ach ja und dann war er mehr als zwanzig Jahre später nochmal da. Im Golden Pudel Club. Begeistert zeigte er sich, dass sich der Kampf gelohnt hat. Und aus dem Umkämpften eine Vision geschöpft wurde — Park Fiction. Ein Beispiel für Kunst, die ihr soziales Umfeld im Blick behält und mitgestaltet.

Der Auftritt war begeisternd. Optisch erinnerte Momus anfangs mit Perücke an Helge Schneider. Die Musik ist elektronisch, die Stimme erinnert an die Dreissiger und Vierziger. Und die Texte sind tatsächlich sehr faszinierend. Wer Gelegenheit hat, Momus live zu erleben, sollte sie nutzen. Alle anderen gucken mal hier: http://imomus.livejournal.com/

Momus im Pudel

Das erotische Highlight waren Vittorio Marese und IBM City Star in Shorts. Huiiiii :D

Ganz Campus Open Air war eine Wolke

Es war insgesamt eine schöne, wenn auch wegen des blöden Fussballs schwach besuchte Veranstaltung .

Neu kennengelernt habe ich die Band “Testsieger”, die mir ganz gut gefallen hat. Vor allem brachten die auch jede Menge gute Laune rüber. Kajak hingegen wirkte eher uninspiriert und lustlos.

Mein Highlight des Abends war natürlich der Auftritt von Wolke. Die Musik geht in die Beine, die Texte treffen mitten ins Herz und die beiden Jungs sind einfach super sympathisch.

Trotzdem habe ich auch die Gelegenheit nach ihrem Auftritt verstreichen lassen, ihnen am Wurststand meine Anbetung zu Füssen zu legen. Ja, ich bin ein Schisserle *heul*

Es fehlte wohl jemand, der zu mir gesagt hätte “Mein Freund, los jetzt, weg von diesem Ort”…

Wolke beim Soundcheck

Knarf Rellöm wohnt im Hafenklang

Das Konzert von Bernadette la Hengst war toll. Die Vorgruppe war nicht so mein Geschmack, was mir aber Zeit gab, eine Runde zu kickern. Meine Mannschaft hat wie immer verloren, aber wenigstens nicht torlos ;)

Bernadette war super, alle Lieblingslieder von ihren beiden Alben wurden gespielt und gefeiert. Und zu einem gemeinsamen Lied betrat Knarf Rellöm die Bühne, der gutgelaunt wie immer auch den Backingchor machte. Alles sehr schön.

Das Dream Team deutschsprachiger Musik

Auf dem Weg ins Hafenklang traf ich die Wolken an der Max-Brauer-Allee stehend. Ich habe sie leider erst erkannt, als ich schon an ihnen vorbei war. Man erwartet ja auch nicht eine Kölner Band am Vorabend eines Auftritts in Altona auf der Strasse. Ich hoffe, sie haben sich noch in der Beach Bar in der Großen Bergstraße amüsiert.

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