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Wer mich kennt, weiß, dass Mutter, ich meine MUTTER, eine meiner absoluten Lieblingsband sind. Ich weiß nicht mehr, wann ich sie das erste Mal live gesehen habe, es war Heiligabend 2000 oder 2001. Sie traten in der Volksbühne im großen Saal auf, bei einem Konzert, deren weitere Teilnehmer Justus Köhncke (unvergessen sein Duett am Handy), Barbara Morgenstern und zum Abschluss Louie Austen waren. Ein großartiges Erlebnis.

Max Müller trug damals noch Leder und war der dünnste Mann, den ich je gesehen habe. Mutter war noch in der Ursprungsbesetzung mit Frank Behncke an der Gitarre und Kerl Fieser am Bass. Sie waren eine der lautesten Bands, die ich je erlebt hatte, noch dazu in einem Theatersaal, und es war großartig. Verstörend großartig.

Ich glaube mich zu erinnern, dass sie damals auch „Die Erde wird der schönste Platz im All“ gespielt haben. Auf jeden Fall war ich danach Fan. Seitdem habe ich Mutter noch diverse Male live gesehen, zweimal in der Weltbühne (RIP), einmal bei der Premiere von „Wir waren niemals hier“ im 3001, im Oktober in Kreuzberg und nun im Hafenklang.

Und es war großartig. Ein wirklich guter Sound, ein gutgelaunter Max Müller, das Hafenklang/Exil als eine der besten Konzertlocations, Musik, die mich bis in die Fingerspitzen durchdringt und glücklich macht, obwohl es nun wahrlich keine leichten oder fröhlichen Lieder sind. Wobei ich über „Heb Dir Deine Tränen für jemand anders auf“ doch immer wieder grinsen muss, obwohl es eigentlich ein wenig grausam ist. Nulli hat es auch gefallen, was mich doppelt gefreut hat.

Komisch, dass ich bei allem Bloggen immer wenig zur Musik und viel zum Drumherum schreiben kann. Die Musik kann ich nur erleben und in dürre Worte fassen, aber wie glücklich mich solche Konzerte machen, kann ich nicht beschreiben. Eines der neuen Lieder hat den Refrain „Wohltäter, Wohlopfer“, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Die Texte sind ohnehin das, was mich an Mutter am meisten fasziniert. So einfach, so klar, so poetisch und so wahr. Sie berühren mich oft ganz tief im Innern.

Ja, und das Drumherum: Promisichtung der Woche waren DJ Patex und Knarf Rellöm sowie Jochen Diestelmeyer mit Frau (nehme ich an). DJ Patex genoss einfach die Musik, während Herr Diestelmeyer ständig seine Frau bespasste. Die eine Dame, die hinter ihm stand, hat das ziemlich aufgeregt, und das kann ich gut verstehen. Ich bin auch der Meinung, dass man sich bei Livekonzerten wie im Theater auf die Darbietung auf der Bühne konzentrieren sollte. Wenn man mit seiner Begleitung reden möchte, kann man das vorher oder nachher tun. Herr Diestelmeyer war ständig am Reden. Das finde ich umso ärgerlicher, als er ja selbst Musiker ist und ich meinte, dass man dann umso mehr Respekt vor Künstlern und ihrem Auftreten haben sollte. Außerdem verdirbt es den Umstehenden den Spaß, die eben nicht wegen Herrn Diestelmeyer da sind, sondern wegen Mutter. Das war aber auch der einzige Wermutstropfen an einem schönen Abend.

Danke MUTTER!

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Ok, und die Bilder sind nichts geworden, leider. Übrigens ist Tom immer total zugänglich vor und nach der Show und lächelt jeden so an, als wäre er/sie ein/e lang nicht mehr gesehene/r Bekannte/r.

Was gar nichts mit Musik zu tun hat: Max Müller hat zusammen mit Viktor Marek eindeutig die schönsten Haare des Rock’n’Roll. Ein bißchen sehr lang zur Zeit, aber toll.

Ich hätte übrigens auch noch ein Foto vom Hinterkopf von Herrn Diestelmeyer, aber das hebe ich mir für die nächste Lebenshilfe-Sendung auf.

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4 Kommentare zu “So war’s: MUTTER im Hafenklang.

  1. ich glaube, jochen distelmeyer hat einfach nur das konzert abgefeiert. das problem ist halt nur, dass ihn jeder kennt – und somit auch jeder eine meinung über ihn hat. ich hab auch eine meinung über jochen distelmeyer an diesem abend: alles richtig gemacht!

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  2. Ich habe ansonsten keine Meinung zu Herrn Diestelmeyer. „Abfeiern“ finde ich eine furchtbare Sache. Konzerte feiern heißt für mich Spaß an der Musik und nicht die ganze Zeit quatschen. Das stört mich bei Herrn D. genauso wie bei weniger prominenten Menschen. Das verpöne ich grundsätzlich!

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  3. Hm, da bin ich ja froh, dass ich nicht in der Nähe des Herrn Distelmeyers stand. Da wäre ich auch genervt gewesen… Letztlich verwirrte er mich aber doch – mit Bechern voller Cola und Strohhalmen darin…

    Zur weiteren Prominenz: Florian Dürrmann (Bassist bei Kante) war auch anwesend.

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