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Im Rahmen meiner Philosophiewochen hatte ich gestern Gelegenheit, den Dokumentar-Spielfilm „Frohes Schaffen. Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral“ zu sehen.

Ein großartiger Film, der die richtigen Fragen stellt. Die Spielszenen fand ich jetzt nicht soo toll, die hielten eher den Fluss auf, aber wahrscheinlich hatte der Regisseur Angst, es könne sonst zu trocken werden.

Konstantin Faigles essayistisch-satirische Doku-Fiktion zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt: Die Arbeit.

Arbeit ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. Sie ist zugleich Sicherheit, Selbstbestätigung und Existenzberechtigung. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt FROHES SCHAFFEN diesen „heiligen“ Lebenssinn der Arbeit. Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.

Ein Film von Konstantin Faigle

Deutschland 2012, 98 Minuten

Dabei waren es die Expertenbeiträge, die die relevanten Fragen anrissen. Expertinnen*, die es wagten, Zusammenhänge spannend darzustellen, deutliche Aussagen zu machen und die Notwendigkeit für eine andere (Wirtschafts)Welt auszuprechen, auch wenn sie den Weg dahin noch nicht in letzter Konsequenz wissen.

Leider konnte ich mir nicht alle Namen merken, und die Internetseite zum Film nennt nur einige Namen.

Beeindruckend klar waren beispielsweise Jeremy Rifkin, Michael Schmidt-Salomon, Marianne Gronemeyer, Franz Schandl, Norbert Trenkle und Tom Hodgkinson.

Ich werde mir die DVD kaufen und danach dann das eine oder andere Werk der Expertinnen* . Manchmal macht Denken richtig Spaß.

* Generisches Femininum.

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