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Hahaha. Chrchrchr. Muhahaha. Gnichel. Lachtränen wegwisch.

Das Motto der Woche 2 lautet:

Fussball-WM vorbei und nun?

 

Wer mich kennt, weiss, dass ich die WM nicht gesehen habe. Nein, auch nicht das Finale.

Dass die WM vorbei ist, merke ich allein daran, dass Pro6+1 die Serien wieder fortsetzt, die während der WM ausgesetzt waren. Ja, die letzte Staffel ist irgendwie langweilig, aber nun will ich HIMYM auch zu Ende sehen, und trotz Zwischentiefs bei New Girl schaue ich da auch gern rein.

Trotzdem habe ich aus Gründen derzeit Gelegenheit, mehr zu lesen als sonst.

Neben den beiden Büchern, die ich vergangene Woche vorstellte, und noch nicht beendet habe, lese ich das frischerworbene “Antrag auf ständige Ausreise und andere Mythen der DDR” von Jakob Hein tagsüber und „Per Anhalter durch die Galaxis“ von Douglas Adams vor dem Einschlafen.

Douglas Adams muss ich sicherlich nicht vorstellen, seine Werke sind größer als wir alle. Ich liebe Teil 1-4 seiner Trilogie. Band 5 habe ich gelesen und willentlich verdrängt, weil es mir nicht gefiel. Wer also Arthur Dent so gern mag wie ich: hört nach Teil 4 auf. Glaubt mir.

Ich hatte die große Ehre und das Vergnügen, einmal live bei einem Vortrag von Douglas Adams in Berlin dabei zu sein, bevor sein Leben viel zu früh endete. Damals, etwa 1999/2000, sprach er über seine Vision des Internets, die sehr viel vom späteren Web 2.0 und auch Wikipedia vorwegnahm. Er hatte eine Plattform „Hitchhikers Guide“ h2g2 ins Leben gerufen, die ein gemeinsames Werk aller Nutzer über unsere Welt werden sollte. Damals habe ich die Seite besucht, die nach Adams‘ Tod erst einmal einschlief oder anders von meinem Radar verschwand. Es gibt sie noch/wieder, schaut mal rein. Der Vortrag hat mich sehr beeindruckt. Adams‘ referierte frei, enthusiastisch, begeisternd. Es war eine „Night to remember“.

(Im Vergleich: ich besuchte etwa im gleichen Zeitraum eine Lesung von Terry Pratchett. Langweilig und kommerziell.)

 

Vorstellen wollte ich Euch aber:

Jakob Hein: “Antrag auf ständige Ausreise und andere Mythen der DDR”

Das Buch versammelt Miniaturen, in denen Jakob Hein in seiner meisterlichen Art tatsächliche Phänomene der DDR als Ausgangspunkt für unterhaltsame und überdrehte Ereignisse nimmt, die wirklich abenteuerlich sind. Oder wusstet Ihr, dass es im Transitabkommen von 1971 geregelt war, dass alle Kinder, die einen zwanzig Meter breiten Streifen entlang der Transitstrecke verliessen (also bei einer Rast zu weit weg gingen) automatisch zu DDR-Bürgern wurden und zur Adoption freigegeben werden konnten? Wie die DDR versuchte, die Geburtenrate unter Akademikerinnen zu steigern? Warum Doping nicht als olympische Disziplin anerkannt wurde?

Nein, das wusstet Ihr sicher nicht. Wer die Antworten erfahren möchte, dem sei das Buch (jede Geschichte hat eine tolle Illustration von Atak) ans Herz gelegt. Die Geschichten sind wenige Seiten lang, was meinen derzeitigen Lesegewohnheiten entgegenkommt, machen Spaß und nebenbei erfährt man etliches über das Leben in der DDR.

Kaufen! Lesen! Freuen!

 

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8 Kommentare zu “52 Bücher 2014/15 Woche 2:

  1. Douglas Adams ❤ hoch 42! Ich dachte auch, das wäre einfach mal wieder fällig – und das macht immer wieder Spaß und nachdenklich, euer Felligkeit ❤

    Das freut mich, Silke, vielen Dank 🙂

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  2. Genau den Gedanken habe ich gedacht, als ich „Per Anhalter durch die Galaxis“ gelesen haben: Dass der Anhalter so etwas wie Wikipedia für die Galaxis ist.

    Eine Trilogie hat drei Bücher. Vier Bände heißen Tetralogie und fünf Bände sind eine Pentalogie.Um mal die wunderbare Welt des Wissens zu erweitern… 😉
    Ich mochte den Fünften schon, aber es stimmt, dass er den anderen etwas zurücksteht.

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  3. *5* Ich mochte auch genau das so sehr daran. 😀

    Ich glaube übrigens, bei Band 5 heisst es ‚Teil 5 der Trilogie in 4 Bänden‘. Die Bezeichnung finde ich dann schon wieder ganz hübsch.
    Den 5. Band habe ich aber gar nicht mehr gelesen. Als ich den Hitchhiker gelesen habe, war der auch noch gar nicht erschienen. Die ersten vier Bände könnte ich allerdings irgendwann mal wieder lesen. 🙂

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  4. Ok, ‚Teil 5 der Trilogie in 4 Bänden’ klingt wirklich hüpsch. Das Buch war nur leider nicht gelungen.

    Ich bin gerade bei Band 3. Macht viel Spaß, man vergisst ja doch einiges und freut sich beim Wiederentdecken.

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