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Disclaimer: Liebe Trolle, das ist meine persönliche Meinung. Etwas, was Ihnen besser zusagt, finden Sie bestimmt woanders in diesem Dings, diesem Internet.

Ich auf einem Blumfeld-Konzert, das ist in etwa so wahrscheinlich wie ich bei einem Performance-Tanztheaterstück. Ich lehne das nicht aus ethischen Gründen ab, ich weiss, es macht vielen Leuten Spaß, aber mir nun mal eher nicht.

Nun begab es sich aber, liebe Jungen und Mädchen, dass ein netter Herr eine Karte über hatte und eine Begleitung unter. Und da ich mir mehrfach habe Vorträge habe halten lassen müssen über Blumfelds Bedeutung für die deutsche Popularmusik – ein Australier behauptete einmal entgegen meinem entschiedenen Widerspruch, Blmfeld sei die beste deutsche Band – und durchaus bereit bin, meine (Vor)Urteile ab und an zu überprüfen, ging ich mit.

Gespielt wurden hauptsächlich die Stücke von L’Etat et moi, ekstatische Fans tanzten vor der Bühne, aber es gab auch die typischen Hamburger „Mit dem Kopfnicker“.

Die drei Originalblumfelds wurden durch einen etwas jüngeren Gitarristen ergänzt. Jochen Distelmeyer wirkt durch die langen Haare viel älter als nötig. Und obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, direkt vor der Bühne zu stehen und die ganze Zeit zu quatschen und hin- und herzurennen (ich bin einfach nachtragend!), habe ich das natürlich nicht. Ich finde das den Musikern gegenüber respektlos (obwohl ich mich dezent gelangweilt habe) und sehr störend für die Fans, die ja die Band sehen und hören wollen.

Überrascht hat mich, wie rockig Blumfeld war, ich habe sie immer eher mit so Pop in Verbindung gebracht. Leider war das Programm ohneHöhen und Tiefen, Rocksong schloß sich an Rocksong an, Diestelmeyers Stimme wechselt die meiste Zeit in den Sprechgesang und die Texte erreichen mich die meiste Zeit nicht.

Die Markthalle ermöglicht rein optisch schon eine Zeitreise zurück in die neunziger, wenn nicht achtziger Jahre. Sehr schön.

Nein, für mich ist Blumfeld immer noch weder die beste deutsche Band noch eine Band, von der ich mir einen Tonträger zulegen werde.

Nach 55 Minuten gingen sie von der Bühne, mit Zugaben kamen sie auf etwa anderthalb Stunden. Da bringen andere Bands auch deutlich mehr Programm. Immerhin wechselte Diestelmeyer das erste spektakuläre Hemd vor der Zugabe gegen ein zweites, ebenfalls spektakuläres. Soviel Effekt muss sein!

Der Sohn war auf jeden Fall auch da, er sieht seinem Vater unglaublich ähnlich.

Promisichtung des Tages, allerdings im Stilbruch, nicht in der Markthalle: Bernd Begemann! Kreisch!

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