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Bekanntlich bin ich ein großer Fan des stationären Einzelhandels. An der Peripherie unseres Landes mag es erforderlich sein, Dinge ausschließlich über das Internet zu beziehen*, in der schönen Stadt Hamburg ist dies nicht nötig.

Eigentlich.

Bekannt bin ich auch für meine Auffassung, inhabergeführte Unternehmen gegenüber den sogenannten Ketten zu bevorzugen. Wenn man die Wahl hat zwischen dem großen Filialisten und dem Einzelbetrieb, dann ziehe ich die persönliche Beratung und den individuellen Service vor.

Im Prinzip.

Meine Brille bekam ich also vom lokalen Optiker anberaten und angemessen, und heute suchte ich die Buchhandlung auf, zwecks Erwerb eines Geschenks für eine liebe Kollegin.

Der Buchhändler, vermutlich nicht der Besitzer, plauderte die 15 Minuten, die ich im Laden suchend verbrachte, lieber mit Bekannten/Stammkunden als auch nur einmal die Frage zu stellen, ob ich Hilfe bräuchte. Als die Bekannten/Stammkunden ihren Besuch beendeten, verschwand er auf Nimmerwiedersehen in den hinteren Räumlichkeiten.

Scha.

Ich möchte hier niemanden persönlich anprangern, aber es scheint mir oft, als wolle man es Kund_innen vorsätzlich erschweren, einen Kauf zu tätigen.

Das kennt man im Handwerk als „Vorsicht, Kunde droht mit Auftrag“.

Künftig werde ich, wenn meine Lieblingsbuchhandlung Cohen + Dobernigg gerade nicht in Reichweite ist, wieder zu Hugendubel fka Weiland gehen. Da weiss ich wenigstens, dass ich gezielt eine/n Verkäufer/in aufstöbern muss, um Hilfe zu bekommen.

Ganz anders die Bewerbungsfotos. Da war ich froh und dankbar, dass der geschulte Fotograf Zeit hatte und nicht der Filialist. Bei übrigens gleichem Preis für die gleiche Leistung.

Was ich sagen will: Leute, macht Euren Beruf doch bitte gut! Ich weiss, nicht jeder Tag ist leicht, manche Kund_innen sind anstrengend und der Tag ist lang. Aber es geht uns doch allen besser, wenn wir unsere Aufgaben mit Elan und Freundlichkeit verrichten. Am Samstag war ich einkaufen, und einer der Herren an der Kasse war so ansteckend fröhlich, dass  ich mich einfach gefreut habe. Geht doch!

* Erst wenn alle Läden aufgegeben haben, werdet ihr feststellen, dass man Amazon nicht essen kann.

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