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Gestern saß ich in der Bahn neben einem Enddreißiger mit Glatze, der mich wie ein Skinhead anmutete. Er trug allerdings normale Schuhe.

Als er ausstieg, drückte er mir einen Flyer in die Hand. Ich dachte „Ieeh, Nazikram, sehe ich danach aus?“

Tatsächlich war es aber Bibelkram. Ieeh, sehe ich danach aus?

Jedenfalls dachte ich kurz darüber nach, wie es sein muss, jemanden kennen- und schätzen zu lernen und dann erst sehr viel später von dessen extremer politischer Einstellung zu erfahren. Ich bekäme mein bisheriges Bild von diesem Menschen schwer damit überein.

Genauso wie das Wissen, dass ein Künstler ein Chauvi/Nazi/Gewalttätiger war, im Nachhinein seine Werke für mich verändert, obwohl das Bild, der Film, die Musik im Grunde ja nicht anders ist als zuvor. Den Kontext kann man bei der Betrachtung nicht ausblenden.

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