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Ah, das Molotow. Ein guter Ort. Auch an einem Sonntagabend. Nirgends ist die Taschenkontrolle charmanter als hier🙂

Der Support, Albrecht Schrader, ist ein junger Mann am auf Klavier gestimmten Keyboard, der deutschsprachige meist balladeske Lieder vorträgt. In F-Dur, der Tonart für Kenner, in B-Dur, der solala-Tonart, und in C-Dur, der „Pegida-Tonart“ (nur weisse Tasten).

 

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Albrecht Schrader, 22.11.2015, Molotow.

 

Kurzer und kurzweiliger Auftritt. Ich bewundere Menschen, die sich alleine vor Publikum wagen, ohnehin, aber den Abend vor einer Handvoll Leuten zu eröffnen, die nicht Deinetwegen gekommen sind, verdient Hochachtung. Albrecht meistert die Herausforderung mit Bravour. Mühsam unterdrücke ich einen „Ausziehen!“-Ruf🙂

Nach kurzer Pause kommen die Türen/der Mann auf die Bühne. Beim letzten Mal noch im Blaumann gewandet, hat man sich jetzt bereits zum Anzugträger gemausert. Sehr schick die Herren!

 

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Der Mann, 22.11.2015, Molotow. Hier: Ramin singt „The rise of the reforming house“

 

Leider habe ich diesmal komplett vergessen, hinterher nach der Setlist zu greifen. Daher kann ich nur sagen, dass Ramin das Konzert mit „Menschen machen Fehler“ eröffnet, Ur-Tür Gunther Osburg* mit Engelstimme und Hingabe eines seiner wunderbaren Stücke singt… Chris Imler zelebriert sein „Ich appelliere“, Discobeleuchtung, eine Ansprache von Mautze zum Konsum der wunderbaren Produkte (das aktuelle Album ist ebenso vergriffen wie die Männergrößen der T-Shirts, das nenne ich mal eine charmant unkommerzielle Sachlage), Carsten Meyer sehr stattlich im Dreiteiler mit Fensterglasbrille preist den „Tiescher“ in the night, und Bandjüngling Andreas Spechtl hat den Schlaf bereits vor langem aufgegeben.

BTW: Das Publikum im Molotow ist auch dieses Mal wieder vorbildlich entspannt. Ok, vor uns ist der viertelstündliche Bierkonsum wohl der höchste, den es je gab, aber alles ist entspannt, es wird nicht gequatscht, gedrängelt oder stundenlang mit dem Handy gefilmt. Herrlich.

Ach, es ist ein schöner Abend, randvoll gefüllt mit beglückender Musik zwischen nachdenklichen Liedern zum Mitträumen und den mitreißenden Discopunknummern der Türen.

Und wenn sie nicht an die Grenzen des gemeinsamen Repertoires gestoßen wären, dann würden wir noch heute tanzen. Danke Punk!

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Die Türen spielen der Mann, 22.11.2015, Molotow.

 

Warum hat Gunther Osburg damals (TM) die Türen verlassen? Ist er wirklich vollberuflich Werbetexter in Berlin? Es erscheint als solche Verschwendung. Aber, ach ja. Menschen machen Fehler.

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