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Quelle: Pudel.com, abgerufen zuletzt am 25.März 2016.

 

Massive Verzögerungen beim Wiederaufbau des Pudel Clubs.

 

Kurz nach dem Brand am 13. Februar 2016 trafen sich die Grundstückseigentümer Wolf Richter und Rocko Schamoni auf dem Grundstück mit einem Architekten, den verschiedenen Vertretern der Versicherungen sowie einem unabhängigen Bausachverständigen. Nach Begutachtung des Hauses war man sich einig, dass das Dach und der erste Stock aufgrund der großen Schäden nicht zu erhalten seien. Um den Pudel Club schnellstmöglich wieder eröffnen zu können, wurde vereinbart, dass zunächst das Dach und der erste Stock abgetragen werden und das Gebäude mit einem vorläufigen Flachdach verschlossen wird. Die Kostenzusage hierfür stellte die Versicherung in Aussicht. Es wurde weiterhin besprochen, dass andere Maßnahmen keinen Sinn ergeben würden, da es zu gefährlich sei, das Dach durch Latten, Balken und Pfeiler zu stützen und mit Planen zu versehen. Zum einen bestünde die Gefahr, dass in einem Sturm durch starke Windböen der Dachstuhl sowie Teile des Daches herunter brechen könnten. Zum anderen wäre nicht abzusehen, ob dabei nicht auch der gesamte erste Stock einbrechen könne, so der Bausachverständige.

Es wurde vereinbart, dass zur Vergabe des Bauauftrags für den Abbau des Dachs und des ersten Stockwerks sowie für das vorläufige Flachdach zwei Kostenvoranschläge geprüft werden. Diese lagen am 18. Februar 2016 den Eigentümern vor. Rocko Schamoni erteilte sofort seine Einwilligung zur Vergabe eines Bauauftrags. Wolf Richter war nicht zu erreichen. Mehrere Wochen regnete es daraufhin in das offene Dach. Auf Schreiben unserer Anwälte hin, Schadensersatzforderung geltend zu machen, nahm Richter mit Arbeitern auf dem Grundstück einige stützende Notfallmaßnahmen am Dach vor und brachte eine Plane an.

Doch es kommt noch schlimmer: Richters Verhinderung des Beginns der Wiederaufbauarbeiten geht einher mit seinem Versuch, den bestehenden Mietvertrag mit dem Pudel Club für nicht rechtsgültig zu erklären. Durch seinen Anwalt ließ er am 8. März 2016 mitteilen, dass ein „Anspruch auf Wiederherstellung der Mietsache“ aufgrund der großen Gebäudeschäden nicht mehr bestehen würde. Im Klartext heißt dies: Der bis 2029 bestehende Mietvertrag des Pudel Clubs soll von seiner Seite aus aufgrund der Brandschäden für nicht mehr rechtsgültig erklärt werden. Weiter lässt Richter durch seinen Anwalt mitteilen, dass die Clubräume nicht mehr betreten werden dürfen.

Einen Tag später, am 9. März 2016 teilte er mit, weitere Maßnahmen durch eine ihm bekannte Baufirma unter seiner Aufsicht durchführen zu wollen. Der Pudel Club und der Miteigentümer Rocko Schamoni lehnten dies, nach den Ereignissen des Vortags ab und werden mit allen rechtlichen Mitteln auf die Fortführung des Pachtvertrags bestehen. Aufgrund der Verschleppung der Wiederaufbaumaßnahmen konnten die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten in den Räumen des Clubs noch immer nicht beginnen. Der Pudel Club gerät dadurch in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, da auch Kosten entstehen während der Club geschlossen ist. Umso nachdrücklicher fordern wir vom Grundstücksmiteigentümer Wolf Richter deshalb die sofortige Beendigung der systematischen Verzögerungen aller Wiederherstellungsmaßnahmen. Dies bedeutet:

a) die sofortige Vergabe eines Bauauftrags, zum Abbau des Dachs und des ersten Stockwerks sowie für das vorläufige Flachdach, an eine Baufirma, die auch Schamoni und den Pudelmenschen bekannt ist und auch deren Vertrauen genießt.

b) die Zustimmung zur Vergabe eines Bauauftrags zur Brandsanierung in den Clubräumen und sofortiger Start dieser Sanierung parallel zum Abbau des gesamten oberen Gebäudeteils.

Unser Ziel ist es, mit aller Kraft, schnellstmöglich den Club wieder herzurichten, um bald wieder für alle Menschen unsere Tür öffnen zu können.

 

OT: Müssen Menschen mit dem Namen Richter scheiße sein? Kann Daniel Richter nicht bitte seinen Bruder auskaufen und den Pudel in die ersehnte Stiftung übergeben?

Der stillgelegte Pudel ist eine offene Wunde, die nicht zu ertragen ist. Selbst wenn ich nur mit dem Bus daran vorbeikomme, blutet mir das Herz. Dass die ohnehin schon extreme Schieflage durch Zwangsversteigerung und Brand nun noch verschlimmert wird, indem dem Pudel Kollektiv laufende Kosten entstehen, ohne Einnahmen erzielen zu können, ist unerträglich.

Von der Politik wünsche ich mir erwarte ich übrigens, dass dem zentralen Ort für die sogenannte Subkultur, der für Hamburgs soziales Leben mindestens so bedeutsam ist wie die Oper oder Kampnagel, Unterstützung gewährt wird, und nicht nur durch wohlfeile Aussagen!

Kauft das Ding, überführt das Eigentum in eine geeignete Stiftung, und dann lasst das Pudel Kollektiv endlich wieder das machen, was es sonst fast nirgends mehr gibt: Musik, Veranstaltungen und ein Ort, an dem jede/r willkommen ist, ungeachtet seines finanziellen Einkommens!

 

2 thoughts on “Pudel aktuell (Stand März 2016): Verzögerungen beim Wiederaufbau :(

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