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Glück muss man sich so vorstellen: die absolute Lieblingsband spielt das eigene Lieblingsalbum mehr als 20 Jahre nach seinem Entstehen live.

Gut, dafür muss man dann nach Düsseldorf fahren, wo das nicht genug zu lobhudelnde ZAKK Zentrum für Aktion, Kultur und Kommunikation das verdienstvolle Minifestival „Lieblingsplatte“ auf die Beine gestellt hat. Zum Glück treten Mutter am Freitag auf, einem Kurztrip nach Düsseldorf steht also nichts im Weg.

Persönlich finde ich Düsseldorf keine Reise wert, auch wenn Flingern noch ein recht charmantes Viertelchen zu sein scheint. Das ZAKK liegt in einer Art Gewerbegebiet und bietet als „soziokulturelles Zentrum“ einen großen Saal, den Club, in dem Mutter auftritt, und ein Café sowie im Sommer einen Biergarten. Alles grundsympathisch.

Früher (TM) traten Mutter gern spät, sehr spät, Stunden nach der offiziellen Anfangszeit auf. In jüngerer Vergangenheit kam es allerdings schon vor, dass sie relativ pünktlich begannen, also waren wir auch um acht im ZAKK. Zusammen mit vielleicht 50 bis 80 weiteren Fans, mehrheitlich Männer des Typs „Musiknerd“ und ab vielleicht 30 aufwärts.

Ach Mutter. 30 Jahre und noch so wild und jugendlich.

Natürlich bin ich nicht von Anfang an dabei gewesen, aber immerhin habe ich noch die Zeiten mit Frank Behnke (Gitarre, 1986–2002), Kerl Fieser (Bass, 1986–2006) und Tom Scheutzlich (Keyboards, 1997–2013) miterlebt. Wobei mein signiertes Album „Das ganze Spektrum des Nichts“ dann schon ohne Frank auskommen musste.

Wie Sie wissen, ist „Die Erde wird der schönste Platz im All“ mein absolutes Lieblingslied,  das ich mir niemals werde überhören können. Nur Mutters wegen heißt in diesem Blog eine der wesentlichen Kategorien „Es ist nur Musik“.

Mutters Lieder haben mich durch schwierige Zeiten und unwegsames Gelände begleitet, und ich habe Konzerte in Berlin, Hamburg und München besucht. Nun kommt also noch Düsseldorf hinzu.

„Düssssseldorf“, wie Max zur Begrüßung mit abfälligem Ton feststellt. „Schön, aber auch hässlich“. Für jemanden aus Wolfsburg lehnt sich Max heute wirklich weeeeit aus dem Fenster 😀

Überhaupt ist Max extrem aufgekratzt. Ich habe in einem Konzert von Mutter noch nie soviel gelacht. Auch der Rest der Band scheint etwas befremdet über die launigen Ansagen von Max, die ähnlich ausufernd sind wie die von Bernd Begemann. Sie wollen nicht enden, so dass die Band mitunter einfach beginnt zu spielen, damit das Konzert überhaupt weitergeht. Schließlich gilt es, ein Doppelalbum zu zelebrieren.

Und wenn nicht wieder fiese Musiknerds die Setlisten weggeschnappt hätten, könnte ich Ihnen auch die genaue Reihenfolge der Songs beschreiben, die nicht der Folge auf dem Album (siehe nachfolgend) entsprach, aber sehr stimmig war.

  1. Freunde und Freundinnen
  2. Jeder weiss etwas
  3. Böckhstr. 26
  4. Alles was anders ist ist gut
  5. Wer ist das Mädchen
  6. Ihr seid alle schön
  7. Der Platz ist nicht für euch bestimmt
  8. Was sich zu sehen lohnt
  9. Wo nichts zu verletzen ist
  10. Wenn du da bist
  11. Das Glas ist noch halb voll
  12. Es ist nur Musik
  13. Leben wie in einem 50er Jahre Heimatfilm
  14. Dasselbe Lied
  15. Wo ist das Problem
  16. Die Party
  17. Was war gestern
  18. Die Erde wird der schönste Platz im All
  19. Ein offenes Geheimnis für das sich niemand mehr schämt
  20. Für Stunden
  21. Ein kleines Stück Papier

Blöde Musiknerds.

(Wird fortgesetzt).

Hier noch eines meiner berühmten schlechten Fotos.

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