Marek am Montag (26)

Wir beten Dich an, Lichtgestalt der Hamburger Musikszene!

Viktor Marek und Ashraf Sharif Kahn, Kampnagel, Februar 2014

Viktor Marek und Ashraf Sharif Kahn, Kampnagel, Februar 2014

Puschel am Sonntag (42)

Noch einnal Urban Art / Street Art, gefunden in Freiburg.

Badipidipi!

Badipidipi!

Badipidipi, badipi, badipidipidipdidippdidipp!

Last Week Tonight with John Oliver: Scottish Independence

Chrchrchrchr. :-D

Geschützt: Toodleloo!

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(Kein) Marek am Montag (25)

*Hyperventilier*

So sieht das aus, wenn die Viktor-Bilder zur Neige gehen.

*Hyperventilier*

mam 2012-03-24 mit ashraf westwerk

Verdammt, wo sind die Valium?

Warum TUT denn keiner was?

So war’s: Der Fall Böse bei Wake up Pi, 13.09.2014

Uh, oh, eine Exkursion ins wilde Pinneberg. Nach Anbruch der Dunkelheit. Uh. Oh.

Das Gute zuerst: wir sind heil zurückgekommen. Die lokale Jugend hat zwar wild getanzt, aber sonst keinen Schaden angerichtet.

“Wake up Pinneberg” ist ein eintägiges nichtkommerzielles Festival, das ein örtliches Jugendzentrum auf die Beine stellt. Mein Respekt, denn es war gut organisiert, der Sound war prima, die Beleuchtung super und der Zeitplan wurde offenbar auch eingehalten.

Ich war natürlich nur für Der Fall Böse dort und habe nur einen Ausschnitt der vorherigen Band mitbekommen, aber ich hatte den Eindruck, die gesamte Pinneberger Jugend war auf dem und um das Festivalgelände (umsonst und draußen) versammelt und hatte ihren Spaß. So etwas auf die Beine zu stellen, ist viel Arbeit für viele Beteiligte, daher meinen herzlichen Dank an alle!

Der Fall Böse hat unglaublich gerockt, 90 Minuten Tempo vom Feinsten, fast alle ihrer größten Lieder, unglaubliche Spielfreude und viel Spaß an der Interaktion mit der Pinneberger Jugend. Bei DFB muss man tanzen, anders geht es gar nicht, und gegen Ende (Der ganze Scheiß muss raus! Wir sind nicht verrückt, wir sind einfach nur böse!) war ich schweißgebadet und glücklich wie schon lange nicht mehr.

(Platz für eines der berühmten schlechten Fotos der WWdW)

DFB rulez!

Puschel am Sonntag (41)

Ich mag Street Art / Urban Art /Yarn Bombing, wie Sie wissen.

Dies hier sah ich vor einiger Zeit, und als ich vor ein oder zwei Wochen mal wieder einen Zug durch die Gemeinde mache, konnte ich erleichtert feststellen, dass alles noch am Ort war. Hurra!

Street Art / Urban Art, Altona, 2014

Street Art / Urban Art, Altona, 2014

So war’s: Blumfeld, Markthalle, 12.09.

Disclaimer: Liebe Trolle, das ist meine persönliche Meinung. Etwas, was Ihnen besser zusagt, finden Sie bestimmt woanders in diesem Dings, diesem Internet.

Ich auf einem Blumfeld-Konzert, das ist in etwa so wahrscheinlich wie ich bei einem Performance-Tanztheaterstück. Ich lehne das nicht aus ethischen Gründen ab, ich weiss, es macht vielen Leuten Spaß, aber mir nun mal eher nicht.

Nun begab es sich aber, liebe Jungen und Mädchen, dass ein netter Herr eine Karte über hatte und eine Begleitung unter. Und da ich mir mehrfach habe Vorträge habe halten lassen müssen über Blumfelds Bedeutung für die deutsche Popularmusik – ein Australier behauptete einmal entgegen meinem entschiedenen Widerspruch, Blmfeld sei die beste deutsche Band – und durchaus bereit bin, meine (Vor)Urteile ab und an zu überprüfen, ging ich mit.

Gespielt wurden hauptsächlich die Stücke von L’Etat et moi, ekstatische Fans tanzten vor der Bühne, aber es gab auch die typischen Hamburger “Mit dem Kopfnicker”.

Die drei Originalblumfelds wurden durch einen etwas jüngeren Gitarristen ergänzt. Jochen Distelmeyer wirkt durch die langen Haare viel älter als nötig. Und obwohl ich mir fest vorgenommen hatte, direkt vor der Bühne zu stehen und die ganze Zeit zu quatschen und hin- und herzurennen (ich bin einfach nachtragend!), habe ich das natürlich nicht. Ich finde das den Musikern gegenüber respektlos (obwohl ich mich dezent gelangweilt habe) und sehr störend für die Fans, die ja die Band sehen und hören wollen.

Überrascht hat mich, wie rockig Blumfeld war, ich habe sie immer eher mit so Pop in Verbindung gebracht. Leider war das Programm ohneHöhen und Tiefen, Rocksong schloß sich an Rocksong an, Diestelmeyers Stimme wechselt die meiste Zeit in den Sprechgesang und die Texte erreichen mich die meiste Zeit nicht.

Die Markthalle ermöglicht rein optisch schon eine Zeitreise zurück in die neunziger, wenn nicht achtziger Jahre. Sehr schön.

Nein, für mich ist Blumfeld immer noch weder die beste deutsche Band noch eine Band, von der ich mir einen Tonträger zulegen werde.

Nach 55 Minuten gingen sie von der Bühne, mit Zugaben kamen sie auf etwa anderthalb Stunden. Da bringen andere Bands auch deutlich mehr Programm. Immerhin wechselte Diestelmeyer das erste spektakuläre Hemd vor der Zugabe gegen ein zweites, ebenfalls spektakuläres. Soviel Effekt muss sein!

Der Sohn war auf jeden Fall auch da, er sieht seinem Vater unglaublich ähnlich.

Promisichtung des Tages, allerdings im Stilbruch, nicht in der Markthalle: Bernd Begemann! Kreisch!

Herausforderung angenommen: Der ganze Scheiss mus raus (2)

Hm, so rechte Fortschritte hat das Projekt nicht genommen. Dafür war drumherum wieder zuviel los. In der Fabrik habe ich zwar versucht, aufzuräumen, aber das Ergebnis ist mehr so medium.

Zu Hause wabert die Unordnung. Daher werde ich mich jetzt mit dem Rad auf den Weg machen, die gebrauchsfähigen Dinge zu Stilbruch zu bringen und zumindest wieder die Kisten zum Aussortieren frei zu haben. Außerdem habe ich die verblühten Pflanzen vom Balkon entfernt. Frage an die Gärtner: die übrige Blumenerde, kann man die weiterverwenden? Also die unteren Schichten, das Wurzelwerk und so habe ich entfernt.

52 Bücher 2014/2015: Woche 6

Dieses Mal musste ich tatsächlich etwas grübeln.

“Hopfen und Malz, ab in den Hals!” lautet das schöne Motto.

Trotzdem ich durchaus gern Bier trinke, fiel mir zunächst nur “Herr Lehmann” von Sven Regener ein, auf dessen Umschlag vorn ein Becks-Kronkorken abgebildet ist. Der Held Frank Lehmann ist dem Biertrinken durchaus auch nicht abgeneigt. Und “Kristallrainer”, der Oberunsympath, trinkt Weizen oder später auch Fanta.

“Herr Lehmann” liebe ich sehr. “Neue Vahr Süd” langweilte mich zu Tränen, ich konnte es nicht beenden. Zuviel Innenperspektive, zu wenig Geschehen, in Anbetracht dessen zu dickes Buch. Aber hey, die Musik von Element of Crime gefällt mir mittlerweile auch nicht mehr so gut.

Auf jeden Fall dürften viele von Euch das Buch und/oder den Film kennen, so dass ich nicht mehr viel Worte machen muss. Ich kann nur noch die schöne biografische Notiz machen, dass ich an einer Stelle bei der ersten Lektüre einen unglaublichen Lachanfall bekommen habe. Die Situation können nur Berliner_innen nachempfinden, die sich an die legendär unfreundlichen Berliner Busfahrer und die unglaublich blöden Beförderungsbedingungen erinnern können. Diese Szene ist für mich die schönste des Buchs, zusammen mit der traurig-poetischen Szene im Imbiss.

So, gegrübelt habe ich aber über die heutige Zugabe: die Mundorgel. Hurra, erinnern Sie sich an die Mundorgel? Besitzen Sie auch noch eine? Dann singen Sie mit mir:

1. Strophe
Bolle reiste jüngst zu Pfingsten,
nach Pankow war sein Ziel.
Da verlor er seinen Jüngsten
janz plötzlich im Jewühl;
ne volle halbe Stunde
hat er nach ihm jespürt.
Aber dennoch hat sich Bolle
janz köstlich amüsiert.

2. Strophe
In Pankow gab’s kein Essen,
in Pankow gab’s kein Bier,
war alles uffjefressen
von fremden Leuten hier.
Nicht mal ‘ne Butterstulle
hat man ihm reserviert!
Aber dennoch hat sich Bolle
janz köstlich amüsiert.

3. Strophe
Auf der Schönholzer Heide,
da jab’s ne Keilerei,
und Bolle, jar nicht feige,
war mittenmang dabei,
hat’s Messer rausgezogen
und fünfe massakriert.
Aber dennoch hat sich Bolle
janz köstlich amüsiert.

4. Strophe
Es fing schon an zu tagen,
als er sein Heim erblickt.
Das Hemd war ohne Kragen,
das Nasenbein zerknickt,
das linke Auge fehlte,
das rechte marmoriert.
Aber dennoch hat sich Bolle
janz köstlich amüsiert.

(hier endet der Abdruck in meiner Ausgabe der Mundorgel, aber hey, das Internet ist mein Freund!)

5. Strophe
Als er nach Haus jekommen,
da ging’s ihm aber schlecht;
da hat ihn seine Olle
janz mörderlich verdrescht!
Ne volle halbe Stunde
hat sie auf ihm poliert.
Aber dennoch hat sich Bolle
janz köstlich amüsiert.

6. Strophe
Und Bolle wollte sterben,
er hat sich’s überlegt:
er hat sich uff die Schienen
der Kleinbahn druffjelegt.
Die Kleinbahn hat Verspätung,
und vierzehn Tage druff,
da fand man unsern Bolle
als Dörrjemüse uff.

7. Strophe
Und Bolle wurd’ begraben
in einer alten Kist’.
Der Pfarrer sagte “Amen”
und warf ihn auf den Mist.
Die Leute klatschten Beifall
und gingen dann nach Haus.
Und nun ist die Geschichte
von unserm Bolle aus.

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